Wettbewerb: miteinander – gegeneinander. Jung und Alt in der Geschichte Der Wandel des Bildes vom Jugendlichen am Beispiel des Jugendstrafvollzugs in Sachsen von 1900 bis 1929
Klasse 10, Gymnasium Olbernhau, Gymnasium
09526 Olbernhau, Sachsen, Deutschland
#2007-0660
Das Verhältnis von Jung und Alt wird in diesem Beitrag am Beispiel des sächsischen Jugendstrafvollzugs in den ersten drei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts untersucht. Die drei Verf. stützen sich auf Dokumente aus Archiven und Bibliotheken, wie zum Beispiel Häftlingsakten, Gefängnispläne oder Gesetzestexte, sowie Sekundärliteratur und Informationen aus dem Internet. Die hinzugezogenen Quellen werden statistisch ausgewertet und die Erkenntnisse anhand von Grafiken veranschaulicht. Ausgehend von der Jugend als Übergangsphase fragen die Verf. danach, in welchem kulturhistorischen Kontext das Bild von Jugendlichen im heutigen Sinne entstand. Am Beispiel der Veränderung des Jugendstrafvollzugs auf der Reichsebene und vor allem in Sachsen, veranschaulicht anhand der Geschichte des Gefängnisses Hoheneck, befassen sie sich mit dem Wandel des Lebensalltags inhaftierter Jugendlicher sowie der Rechtspraxis und den Erziehungsmaßnahmen der jeweiligen Zeit. Diese ordnen sie in die historischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ein, indem sie etwa danach fragen, inwiefern der Erste Weltkrieg das Bild von Jugendlichen in Deutschland beeinflusst haben könnte. Die Jugendstrafanstalten Wittlich und Hahnöfersand werden hinzugezogen, um einen externen Vergleich mit dem spezifisch sächsischen Jugendstrafvollzug zu ermöglichen. Darüber hinaus diskutieren die Verf. auch die Bedeutung der sozialen Herkunft straffälliger Jugendlicher und setzen diese in Bezug zu der gegenwärtigen Problematik von Jugendkriminalität.
Literaturverzeichnis
78 S., ms., ill. mit Grafiken und Dokumenten
Quellen
Archivalische und veröffentlichte Quellen, Sekundärliteratur, Internet