Wettbewerb: miteinander – gegeneinander. Jung und Alt in der Geschichte 'Blödsinnig', 'schwachsinnig', 'idiotisch' - wohin mit 'geisteskranken' Kindern?
Hochschule
30916 Isernhagen, Niedersachsen, Deutschland
#2007-0002
Der Beitrag befasst sich mit der Erziehung von geistig behinderten und psychisch kranken Kindern im 19. Jahrhundert im Königreich Hannover mit besonderer Berücksichtigung einer Krankenanstalt in Langenhagen. Die materiale Grundlage bilden sowohl veröffentlichte als auch archivalische Quellen aus dem 19. Jahrhundert. Nach einer allgemeinen Darstellung historischer Krankheitsbilder und des Umgangs mit 'geistesschwachen' Kindern im 19. Jahrhundert geht die Verf. vor allem auf das Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern in der von ihr untersuchten Krankenanstalt ein: Auf Grundlage von Aussagen der zeitgenössischen Pädagogen und der Anstaltsleiter schildert die Autorin das Zusammenleben von Jung und Alt. Zur Veranschaulichung der historischen Erziehung geistig behinderter Kinder stellt die Verf. einen Vergleich mit anderen Erziehungskonzepten an und arbeitet generationell bedingte Unterschieder heraus, indem sie einerseits aufzeigt, wie mit gesunden Kindern umgegangen wurde, andererseits nach der zeitgenössischen Behandlung geistig behinderter Erwachsener fragt. Schließlich nimmt der Beitrag auch Bezug auf die heutige Erziehung geistig behinderter Kinder. Darüber hinaus berücksichtigt die Verf. auch die Verschiebungen in Sprache und Normen, die sich im Wandel der Wortfamilie 'Behinderung' manifestieren.
Literaturverzeichnis
57 S., ms., ill. mit Fotografien
Quellen
Archivalische Quellen, Primärliteratur, Sekundärliteratur