Wettbewerb: Mehr als ein Dach über dem Kopf. Wohnen hat Geschichte Der Mythos Hugenottenhaus
12. Klasse, Friedrichsgymnasium
34117 Kassel, Hessen, Deutschland
#2023-1924
In ihrem Beitrag beschäftigt sich Luise Emilia Reichel mit dem Mythos um das sogenannte Hugenottenhaus in Kassel. Sie entschied sich für eine kreative Darstellungsform, um so die Geschichte des Hauses zugänglicher machen zu können. Informationstexte werden mit bildlichen Darstellungen sowie Fotos der Quellen präsentiert. Die Schülerin beschreibt, dass in Kassel angenommen wurde, dass Glaubensflüchtlinge wie die Hugenotten nur in Häusern mit fünf Fenster-Achsen leben dürfen. Das Hugenottenhaus gilt als Beispiel dafür und steht so für die Großzügigkeit der Stadt in der Vergangenheit. Tatsächlich wurde das Hugenottenhaus erst so spät erbaut, dass hier nie eine geflüchtete Person aus dem Kreis der Hugenotten Unterkunft gefunden hatte. Trotzdem lässt sich aus diesem Mythos einiges herleiten, denn Wohnen hinterlässt Spuren und prägt somit Gesellschaft. Die Schülerin fordert, dass Wohnende in die Gestaltung von neuem Wohnraum stets miteinbezogen werden sollten. Sie schreibt in ihrem Fazit, dass jeder Mensch (und Geflüchtete) gewisse Qualitäten und Fähigkeiten mitbringt, von denen man gegenseitig profitieren kann.