Wettbewerb: Helden: verehrt – verkannt – vergessen Margarete Bieber (1879–1978) – Lebensdaten einer Heldin?
Klasse 13, Landgraf-Ludwigs-Gymnasium
35396 Gießen, Hessen, Deutschland
#2009-0229
»Ein Vorbild kann Menschen stärken, verändern und das Gute in ihnen zum Vorschein bringen«, so die Schülerin Hannah Klein. Sie widmete sich in ihrer Wettbewerbsarbeit der ersten Professorin der Universität Gießen, Margarete Bieber, und deren Kampf um Wiedergutmachung nach 1945. Bieber hatte als Tochter eines Mühlenbesitzers 1901 das Abitur gemacht, in Bonn und Berlin studiert und 1907 den Doktortitel erworben. 1919 habilitierte sie sich an der Universität Gießen. Wegen ihrer jüdischen Abstammung wurde sie von den Nationalsozialisten aus dem Amt enthoben. Eine Heldin ist Bieber für Hannah Klein aber nicht, da sie vor allem für ihre eigenen Interessen gekämpft habe. Nach gründlicher Auswertung ihrer Quellen aus dem Stadtarchiv Gießen und dem Universitätsarchiv kommt die Schülerin zu dem Schluss, dass Bieber dennoch als Vorbild und Pionierin auf dem Weg zur Gleichberechtigung gesehen werden sollte.