Wettbewerb: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Schulische Religiosität im Wandel der Zeit. Das Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium Münster zwischen Religiosität, Toleranz und staatlicher Prägung von der Weimarer Republik hin zur NS-Zeit
8. Klasse, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Gymnasium
48143 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2017-0393
Die Schülergruppe erforscht in ihrem schriftlichen Beitrag schulische Religiosität im Wandel der Zeit. Im Zentrum steht die Frage, wie sich die religiöse Prägung der Schule, in diesem Fall des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums, in der Weimarer Republik und der NS-Diktatur veränderte. Das Schularchiv bot die nötigen Quellen. Sie stellten fest, dass es während der Weimarer Republik, von schulischer Seite, obwohl es eine Konfessionsschule war, zu keiner Form von Diskriminierung gegenüber jüdischen Schülerinnen kam. Beispielsweise wurden auch jüdische Schülerinnen zu Klassensprecherinnen gewählt. Das Gefühl der Isolation kam lediglich während der Weihnachtszeit auf, da dies für die jüdische Religion kein Feiertag ist. Die damalige Rektorin Catharina Müller galt als fair und der Zentrumspartei zugewandt. Ihr war Religion wichtig, dennoch schloss sie niemanden aus. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Entlassung der Rektorin änderte sich die Situation für die jüdischen Schülerinnen. Der Antisemitismus hielt Einzug, der neue Rektor, Dr. Brachetti, war überzeugter Nationalsozialist und schloss die jüdischen Mitschülerinnen vom Schulalltag aus.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben