Wettbewerb: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Religion in der DDR? Eine Novelle zum jugendlichen Leben in der DDR der 1980er zwischen Jugendweihe und Religionsgemeinschaft
8. Klasse, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Gymnasium
48143 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2017-0360
Die Autorin wählte eine kreative Form, um sich dem Thema Kirche in der DDR zu widmen. Sie entschied sich, eine Novelle zu verfassen, die das Leben von drei Freundinnen in der DDR der 1980er Jahre behandelt. Die Hauptperson Monika und ihre zwei besten Freundinnen streiten darüber, ob Antje, ein Teil des Dreiergespanns, an der Jugendweihe teilnehmen soll. Alle drei Protagonistinnen sind in einem anderen sozialen Umfeld aufgewachsen. Annett wird von staatstreuen Eltern erzogen, die keine Verbindung zur Kirche pflegen. Antje ist das Gegenteil. Sie ist religiös und will nicht an der Jugendweihe teilnehmen, trotz drohender Konsequenzen. Monika hingegen ist in einem Umfeld aufgewachsen, in dem sie eine sozialistisch-kommunistische Erziehung durch die Schule erlebte, wurde getauft, ist aber nicht religiös. Antje befindet sich somit in einer Zwickmühle und hat das Gefühl, ihren Glauben zu verraten. Mit der Novelle spiegelt die Autorin Julia Aichele die Ungewissheit vieler Menschen in der DDR wider, die sich aufgrund ihres Glaubens ausgegrenzt fühlten und daher aus der Kirche austraten.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben