Wettbewerb: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Muslime in Deutschland. Bewohner von Parallelgesellschaften oder ausgegrenzte Opfer?
11. Klasse, Ricarda-Huch-Gymnasium, Gymnasium
45888 Gelsenkirchen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2017-2206
Als muslimische Deutsche fragt sich Rukiye Zeynep Önver, woher die Islamkritik innerhalb der deutschen Gesellschaft stammt. Selbstverständlich sind aktuelle politische Geschehnisse, wie die »Flüchtlingskrise« oder die steigende Terrorgefahr, ein Teil der Antwort. Jedoch vermutete die Autorin, mit einem Blick in die Vergangenheit ein vollständigeres Bild zeichnen zu können. Sie setzte ihre Recherche in den 1960er Jahren mit der Einwanderung der ersten muslimischen »Gastarbeiter« aus der Türkei an und wählte die Merkez-Moschee in Herne als Untersuchungsobjekt. Ferner führte sie ein Zeitzeugeninterview mit einem Mitglied der Herner Gemeinde der zweiten Einwanderungsgeneration. Durch ihre Quellen widerlegt die Elftklässlerin den Vorwurf, dass Religionsgemeinschaften zwangsläufig zu einer Parallelgesellschaft führen. Abschließend warnt sie vor einer Stigmatisierung von Muslimen und zeigt Verbindungen zwischen der Behandlung der türkischen »Gastarbeiter« Anfang der 60er Jahre und der aktuellen Fremdenfeindlichkeit auf.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben