Wettbewerb: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Kriegsmotivator oder Seelentröster? Welche Rolle spielte der evangelische Pfarrer Ludwig Rehse in seiner Gemeinde in Bergisch Gladbach während des Ersten Weltkrieges?

Landessieger
2017
Meyer, Felix
Jörg Heimann, Dirk Leistikow

11. Klasse, Otto-Hahn-Gymnasium, Gymnasium

51429 Bergisch Gladbach, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2017-1453

Der schriftliche Beitrag setzt sich mit den Kriegspredigten des Pfarrers Ludwig Rehse während des Ersten Weltkriegs auseinander. Sie dienen als Grundlage für eine Einschätzung seiner Person und der Rolle, die er für seine Gemeinde spielte. Felix Meyer stellte sich die Frage, welche Position der Pfarrer einnahm. War er Befürworter oder Gegner des Krieges? Verkündete er Durchhalteparolen, oder plädierte er für ein Kriegsende? Insgesamt fand der Schüler 17 Predigten im Stadtarchiv Bergisch Gladbach. Er wählte drei aus. Die erste Predigt stammt aus dem Jahr 1914, die zweite von 1916 und die dritte aus dem letzten Kriegsjahr 1918. Der Elftklässler stellt fest, dass sich die Position von Ludwig Rehse kaum veränderte. Obwohl er den Kaiser nach der ersten Predigt nicht mehr erwähnte, blieb er kaisertreu. Er unterstützte den Krieg und stand patriotisch hinter dem Vaterland. Durch seine Haltung beeinflusste er die Gemeindemitglieder und appellierte an ihr Pflichtbewusstsein. Am Schluss fragt der Autor trotz aller Kritik, ob es für die Stimmung innerhalb der Gemeinde nicht besser war, dass Ludwig Rehse als Motivator und nicht als Tröster auftrat.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben