Wettbewerb: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Die Sonntagsruhe - geschäftsschädigend oder familien- und freizeitfreundlich? Die Diskussion um verkaufsoffene Sonntage früher und heute.
11. Klasse, Gymnasium Martinum, Gymnasium
48282 Emsdetten, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2017-1260
Der heilige Sonntag – ist diese Bezeichnung noch aktuell? Vermehrt finden verkaufsoffene Sonntage statt, um der Bevölkerung mehr Flexibilität zu geben. Doch ist das wirklich wirtschafts- und freizeitfördernd, oder wird so der Bedeutungsverlust der Religion beschleunigt? Diesen Fragen ging Laureen Balz nach, indem sie untersuchte, was verschiedene Personengruppen zu verkaufsoffenen Sonntagen in den 20er Jahren sagten und wie sich die Positionen zu heute unterscheiden. Gegenübergestellt werden die Diskussion im Jahr 1924 in Emsdetten und die aktuelle Lage in Münster. Anhand des historischen Beispiels stellt die Schülerin fest, dass der verkaufsoffene Sonntag für die Kirche nicht schädlich war, da die Öffnungszeiten so gelegt waren, dass sie nicht mit der Predigt zusammenfielen. Dadurch hatte die Bevölkerung, die unter der Woche ganztags arbeitete, nach dem Kirchgang die Möglichkeit, den wöchentlichen Einkauf zu erledigen. Heute, zur Zeit der Globalisierung, sehen viele den Sonntag als Möglichkeit zur Entschleunigung. Dennoch nutzen sie ihn nicht für den Kirchgang, sondern für andere freizeitliche Aktivitäten. Damit wird der kirchliche Bedeutungsverlust für die Schülerin greifbar.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben