Wettbewerb: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Die Kraft des Glaubens hinter Stacheldraht. Ev. Kriegsgefangenenseelsorge nach 1945

Landessieger
2017
Schwalm, Hanna
Dr. Wolfhart Beck

10. Klasse, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Gymnasium

48143 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2017-0726

In ihrem schriftlichen Beitrag behandelt Hanna Schwalm das Thema Glaube und Religion in Kriegsgefangenschaft mit dem Fokus auf der evangelischen Kriegsgefangenenseelsorge nach 1945. Einen persönlichen Bezug zu diesem Thema hat die Schülerin über ihren Großvater, der mit 19 Jahren als Kriegsgefangener in einem Lager in Marseille war. Nach einem Gespräch mit ihrem Großvater fragte sich die Zehntklässlerin, was die Seelsorge bewirkte und wie sie den Gefangenen half. Um diese Fragen zu beantworten, wertet die Arbeit drei Berichte von ihrem Großvater, von einem weiteren Kriegsgefangenen und einem Pfarrer aus. Dem weiteren Kriegsgefangenen nach half die Seelsorge, Verantwortung für die eigenen Taten zu übernehmen und den inneren Frieden zu finden. Das war nicht selbstverständlich. Im Gegensatz dazu beschrieb der Pfarrer Beispiele von Gefangenen, die nicht in der Lage waren, die eigene Schuld zu akzeptieren. Alle drei Berichte eint, dass der Glaube an sich und das Symbol des Kreuzes im Besonderen, das vielfach in Tagebücher als Zeichen der Hoffnung gezeichnet wurde, während und nach der Gefangenschaft eine Quelle der Kraft waren.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben