Wettbewerb: Gott und die Welt. Religion macht Geschichte Das Wolga-Tatarische Soldatenheim Wustrau

Landessieger
2017
Dorst, Julian Andreas; Lück, Cassandra Celina
Stephan Theilig

11. Klasse, Evangelische Schule Neuruppin Gymnasium, Gymnasium

16816 Neuruppin, Brandenburg, Deutschland

#2017-1132

In ihrem Filmbeitrag stellen Cassandra Celina Lück und Julian Andreas die Geschichte des Wolga-Tatarischen Soldatenheims Wustrau vor, das während des Zweiten Weltkrieges als nationalsozialistisches Soldatenheim zur Rekrutierung sowjetischer Kriegsgefangener diente. Ab 1941 gerieten mehrere Millionen sowjetische Soldaten in Kriegsgefangenschaft, darunter auch muslimische Tataren. Im Wustrauer Kriegsgefangenenlager sollten diese als »Freiwillige« rekrutiert werden und als »Ostlegionen« gegen die Sowjetunion kämpfen. Zur Relativierung der rassenideologischen Widersprüche propagierte die NS-Führung eine »tolerante« Haltung gegenüber dem Islam. Von den Lebensbedingungen der tatarischen Kriegsgefangenen legen insbesondere die »Moabiter Hefte« eines Häftlings Zeugnis ab. Der Film der Schüler basiert auf den Ergebnissen einer Projektwoche mit verschiedenen öffentlichen Trägern, unter anderem auch kaukasischen Institutionen, welche in einer Ausstellung zusammengeführt wurden.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben