Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Schule als soziale Grenze? Über die 1960er-Jahre in der BRD

Landessieger
2025
Annika Frieler
Schriftlich-Sachtext
Bettina Jandt

10. Klasse, Marienschule Münster, Gymnasium

48151 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2025-1611

Das dreigliedrige Schulsystem in Deutschland wird auch heute noch kritisiert, weil es Kinder aus Familien mit einem niedrigen sozialen Status zu wenig fördere. Wie ausgeprägt solche Ausgrenzungsmechanismen in den 1960er Jahren funktionierten, schildert die Wettbewerbsarbeit von Annika Frieler. Mit Beispielen aus der sozialgeschichtlichen Forschung und der eigenen Familie – die seinerzeit kleinbäuerlich geprägt war – zeigt sie, welche teilweise unsichtbaren Hürden viele Kinder in den frühen Jahren der Bundesrepublik vom Besuch einer höheren Schule abhielten. Die Zehntklässlerin analysiert individuelle, politische und strukturelle Gründe für die sozialen Grenzen beim Schulbesuch. Sie beschreibt auch, dass diese Ungleichheit im Laufe der 1960er Jahre als Problem erkannt wurde und beschreibt erste Versuche, dieses durch Schulreformen „von oben“ und mit praktischer Hilfe durch die Kirchen, Vereine und Förderprogramme „von unten“ zu lösen.