Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Rina Giorgetti - eine Frau, viele Grenzen

3. Preis
2025
Stella Valentina Peters
Schriftlich-Sachtext
Björn Dexheimer, Stephan Plettscher

11. Klasse, Erasmus-von-Rotterdam-Gymnasium

41747 Viersen, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2025-0372

Rina Giorgetti pendelte während ihrer gesamten Kindheit und Jugend zwischen Deutschland und Italien. Ihr Vater führte einen Betrieb in Mönchengladbach, die Kinder wurden jedoch in Italien eingeschult. Als junge Erwachsene half sie im Mönchengladbacher Eiscafé von Bekannten aus, das auch während des Zweiten Weltkriegs geöffnet blieb. Nach dem Tod ihres Mannes bei einem Luftangriff war sie mit Anfang 20 alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Nach einigen Jahren in Italien und der Schweiz kehrte sie nach Deutschland zurück und eröffnete in Viersen 1952 ihr eigenes Eiscafé. Ihre Urenkelin Stella Peters beschreibt in ihrer Wettbewerbsarbeit, dass Rina Giorgetti neben der Mobilität in Europa noch weitere Grenzen überschritt. Eine Frau als Gründerin und alleinige Chefin war etwa Anfang der 1950er Jahre sehr ungewöhnlich. Und italienische Eiscafés hatten in der frühen Bundesrepublik auch sozial eine grenzüberschreitende Funktion: in kaum einem anderen Lokal kamen Menschen verschiedener Generationen und Schichten so ungezwungen zusammen.