Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte KZ Wittmoor: Grenzen der Menschlichkeit - Wie geht Norderstedt mit Erinnerungskultur und Geschichte um?

Landessieger
2025
Tom Marcinkowski
Film
Anne-Kathrin Weitkämper

12. Klasse, Lise-Meitner-Gymnasium

22851 Norderstedt, Schleswig-Holstein, Deutschland

#2025-0522

Am 28. Februar 1933 trat die ‚Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat‘ in Kraft. Sie erlaubte es, Personen bis zu 48 Stunden in sogenannte ‚Schutzhaft‘ zu nehmen, wenn sie als Gefahr für die Öffentlichkeit galten. Auf dieser Grundlage wurden politische Oppositionelle fortan systematisch verfolgt. Die Festnahmen geschahen willkürlich und die Gefangenen wurden oft länger als in der Verordnung vorgesehen festgehalten. Um die Inhaftierten unterbringen zu können, entstand in Norderstedt auf dem Gelände einer Torfverwertungsfabrik das Konzentrationslager Wittmoor. Die Geschichte dieses KZ beleuchtet Tom Marcinkowski in Form einer Reportage. Besonderes Augenmerk legt der Schüler darauf, wie viel heute in der Bevölkerung über das KZ bekannt ist. Dafür interviewte er die Bürgermeisterin Norderstedts und führte eine Umfrage unter Schüler:innen durch, die hervorbrachte, dass über die Hälfte der Jugendlichen noch nie von dem Konzentrationslager gehört hatte.