Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Kann Geschichte Grenzen verschieben? Alfred Rapp und die Deutsche Geschichte am Oberrhein

Landessieger
2025
4 Schüler:innen der 10. Klasse
Schriftlich-Sachtext
Tobias Markowitsch

10. Klasse, Bismarck-Gymnasium

76133 Karlsruhe, Baden-Württemberg, Deutschland

#2025-2246

Grenzen sind nicht nur das Ergebnis von Geschichte, sondern Geschichte wird leider bis in die Gegenwart als Argument für Gebietsansprüche und Grenzverschiebungen gebraucht. Anhand eines Geschichtsbuchs zur Geschichte des Oberrheins aus dem Jahr 1938 zeigen die Schüler:innen des Bismarck-Gymnasiums, wie Unterrichtsmaterialien das politische Bewusstsein bilden. Die vielen Grenzen in der Region, die von Kleinstaaten, Reichsstädten und der Verbindung in die Schweiz und nach Frankreich geprägt war und ist, werden in dem Werk ausgesprochen negativ dargestellt. Gleiches gilt für den “Erbfeind” Frankreich. Das Buch nahm somit Argumente, für die wenige Jahre später folgende erneute Annexion von Elsass und Lothringen im Zweiten Weltkrieg auf. Neben der Analyse des Unterrichtsstoffs gehen die Zehntklässler:innen auf die Biografie des Autors Alfred Rapp ein, der sich vom liberalen Historiker zum Stichwortgeber der NS-Propaganda wandelte – und nach 1945 Karriere als Journalist und Präsident des deutschen Presseclubs machte.