Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Jacques Égide Duhan de Jandun an der Grenze zwischen Verbannung, Exil und Beförderung - Ein diplomatischer Spielball im Beziehungsdreieck zwischen Berlin, Braunschweig und Wien

Landessieger
2025
Julian Constantin Papke
Schriftlich-Sachtext
Christian Mühling

13. Klasse, Hoffmann-von-Fallersleben-Schule, Gymnasium

38118 Braunschweig, Niedersachsen, Deutschland

#2025-1179

Infolge des Fluchtversuchs des preußischen Kronprinzen Friedrich (später „Friedrich der Große“) im Jahr 1730 wurde dessen Erzieher Jacques Égide Duhan de Jandun ins ostpreußische Exil verbannt. Julian Constantin Papke untersucht in seinem Beitrag, wie es dem kaiserlichen Gesandten in Berlin gelang, Duhan de Jandun schließlich eine Anstellung im Herzogtum Braunschweig-Wolfenbüttel zu verschaffen. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Netzwerke zwischen den Adelshäusern der Welfen, Hohenzollern und Habsburgern, die der Gesandte für diesen Auftrag nutzte. Der Schüler beleuchtet die vielfältigen Interessen, Gründe und Beziehungen der Beteiligten, die hinter dem Wechsel Duhan de Janduns standen. Mit der Analyse des Empfehlungsschreibens des kaiserlichen Gesandten stellt der Jugendliche zudem in der Forschung bisher weitgehend unbeachtete Erkenntnisse heraus. Er recherchierte im Niedersächsischen Landesarchiv in Wolfenbüttel, der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel sowie der Universitätsbibliothek Braunschweig.