Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Hexenverfolgungen in Nördlingen

Landessieger
2025
6 Schüler:innen der 4. Klasse
Film
Dieter Scholz

4. Klasse, Grundschule Mitte

86720 Nördlingen, Bayern, Deutschland

#2025-0543

Zwischen 1589 und 1594 kam es in Nördlingen zu Hexenprozessen, in deren Verlauf zehn Frauen und ein Mann der Hexerei beschuldigt, gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurden. Nur eine von ihnen – Maria Holl – überlebte: Trotz 62 Folterungen bestand sie auf ihrer Unschuld. Als schließlich auch der Stadtrat Zweifel an ihrer Schuld äußerte, wurde sie im Jahre 1594 freigelassen und brachte eine Wende in die Hexenprozesse. Die „Moviebande“ der Grundschule Nördlingen-Mitte, bestehend aus sechs Schülerinnen und Schülern, hat sich mit den Schicksalen dieser, als Hexen angeklagten, Personen beschäftigt. In ihrem Beitrag arbeiten sie die historischen Hintergründe der Hexenverfolgung heraus, die unter dem Einfluss eines abergläubischen Bürgermeisters ihren Anfang nahm. Dafür führten die Viertklässler ein Interview mit dem Archivar Dr. Johannes Moosdiele-Hitzler und besuchten die Orte der Hexenverfolgung in einer „Hexentour“. Ihre Ergebnisse stellen sie in einem Projektheft sowie in einem Film vor.