Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Grenzen und Belastungen jüdischer Migrationsgeschichten - am Beispiel des Tagebuchs der Ilse Strauss
12. Klasse, Bischöfliche Maria-Montessori-Gesamtschule
47803 Krefeld, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2025-1382
Ilse Strauß, die Tochter einer großbürgerlichen jüdischen Familie aus Krefeld, erkannte früh die Gefahren des Nationalsozialismus. Mit 16 Jahren brach sie die Schule ab, arbeitete im Unternehmen ihrer Eltern und versuchte parallel, eine Emigration zu organisieren. Zudem engagierte sie sich in einem jüdischen Jugendverband, der Möglichkeiten für eine Flucht über die niederländische Grenze auslotete. Ilse ergriff die Gelegenheit, 1939 nach England und später nach Australien auszuwandern. Ihre Familie, die nicht bereit war, diesen Schritt mitzugehen, wurde 1942 ins Konzentrationslager Majdanek deportiert und kam dort wahrscheinlich ums Leben. Frauke Andrée analysierte das Tagebuch von Ilse Strauß, das vom Center for Jewish History in New York digitalisiert wurde. Ihr Hauptaugenmerk galt den unterschiedlichen Haltungen zur Auswanderung innerhalb der Familie Strauß, die sie als exemplarisch für Diskussionen in vielen jüdischen Familien und Gemeinden vor dem Zweiten Weltkrieg darstellt.