Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Grenzen des Rechtsstaates - Die Rolle ideologischer Konflikte im Prozess gegen Eugen Levine
11. Klasse, Elisabeth-von-Thadden-Schule, Gymnasium
69123 Heidelberg, Baden-Württemberg, Deutschland
#2025-1359
Eugen Leviné kam Anfang des 20. Jahrhunderts als Student in Heidelberg durch russische Studenten in Kontakt mit sozialrevolutionären Ideen. Später trat er der SPD und dann der KPD bei. Für diese wurde er in München eine führende Figur der revolutionären Räterepublik. Nach deren Niederschlagung wurde er wegen Hochverrat zum Tode verurteilt und trotz öffentlicher Proteste und prominenter Fürsprecher hingerichtet. Mathilde Jenke schildert die Biografie Levinés und analysiert ausführlich den Prozess gegen den Politiker, der von vielen Zeitgenossen als ungerecht dargestellt wurde, von manchen sogar als „Justizmord“. Auch die Schülerin kommt nach der Lektüre von Akten aus dem Bundesarchiv und zeitgenössischer Zeitungen zu dem Schluss, dass Leviné und seine Verteidigung aus politischen Gründen Nachteile im Prozess hatten. Sie weist zudem darauf hin, dass ähnliche Putschversuche „von rechts“, wie etwa der Hitlerputsch 1923, weit weniger hart bestraft wurden.