Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Grenzen der Freiheit - Die Petrikirche im Visier der Stasi - Zwischen kirchlicher Friedensarbeit und staatlicher Kontrolle

Landessieger
2025
Elisa Liebrecht
Schriftlich-Sachtext
Solveig Prokop-Werner

11. Klasse, Musikgymnasium Käthe Kollwitz

18146 Rostock, Mecklenburg-Vorpommern, Deutschland

#2025-0090

In den letzten Jahren der DDR fungierten viele evangelischen Kirchengemeinden als Schutzraum für zivilgesellschaftliche Organisationen und politische Opposition. Anhand der Rostocker Petrikirche untersuchte Elisa Liebricht, wie solche Bewegungen entstanden und wie das DDR-Regime versuchte, dagegen vorzugehen. Da die Kirche gleichzeitig von einer Pfarrgemeinde und von der Evangelischen Studentengemeinde genutzt wurde, ermöglichte sie eine unkomplizierte Vernetzung zwischen „Amtskirche“ und Studierenden und brachte verschiedene regierungskritische Bewegungen miteinander in Kontakt. Auch am Ende der DDR kam der Petrikirche somit eine „Schlüsselrolle als Ort des Dialogs, der Begegnung und des Widerstands“ zu, die sie laut der Autorin in der Rostocker Stadtgeschichte immer wieder innehatte. Für ihren Beitrag recherchierte die Elftklässlerin in der Außenstelle der BStU und interviewte den früheren Petrikirchen-Pfarrer Henry Lohse sowie drei ehemalige Bürgerrechtler.