Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Grenzen bei der TäterInnenforschung in der eigenen Familie - Entwickelt am Fallbeispiel Elsa Hawlik

Landessieger
2025
Julin Lütke Laxen, Marilin Lütke Laxen
Schriftlich-Sachtext
Stephanie Taube

12. Klasse, Mariengymnasium

48231 Warendorf, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2025-1226

„Wer entscheidet, an wen erinnert wird und an wen nicht? Wer entscheidet, welcher Teil der Vergangenheit unter den Teppich gekehrt wird?“ Diese Fragen stellten sich Julin und Marilin Lütke Laxen nicht nur aus allgemeinen historischen Interessen, sondern mit Blick auf ihre eigene Familiengeschichte. Eine entfernte Großtante war Oberaufseherin im Lager Parschnitz, einer Außenstelle des Konzentrationslagers Groß Rosen. Die Zwölftklässlerinnen rekonstruierten ihre Biografie und ihre Karriere im Wachdienst der SS in Parschnitz und anderen Lagern. Juristisch zur Rechenschaft gezogen wurde sie erst in den 1970er Jahren und das Verfahren wurde aus Alters- und Gesundheitsgründen eingestellt. Für ihre Arbeit werteten die Schülerinnen archivierte und eigene Interviews aus und griffen auf deutsche und polnische Archivquellen zurück. Neben der Biografie reflektierten sie auch immer wieder die Grenzen der historischen Forschung in der eigenen Familie und erstellten einen Leitfaden für ähnliche Projekte.