Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Einfluss der sozialen und politischen Grenzen in der DDR - auf den Alltag und zwischenmenschliche Beziehungen der Bevölkerung

Landessieger
2025
Helen Gärtner
Schriftlich-Sachtext
Jörn Priebe

9. Klasse, Gymnasium Kaiser-Friedrich-Ufer

20259 Hamburg, Hamburg, Deutschland

#2025-1218

Als im Jahre 1949 die DDR gegründet wurde, erlangte insbesondere die Staatssicherheit eine übergeordnete Bedeutung für die Regierung, sodass die Bevölkerung systematisch überwacht wurde. In ihrem Beitrag untersucht Helen Gärtner, welchen Einfluss diese dauerhafte Überwachung und Kontrolle auf das persönliche Leben und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Menschen hatten. Die Schülerin fokussiert sich dafür auf die Erlebnisse ihrer Großeltern, mit denen sie Interviews führte, sowie auf Akten aus dem Stasi-Unterlagen-Archiv. So arbeitete sie heraus, wie umfassend der Alltag der Großeltern durch mangelnde Meinungsfreiheit, ständige Überwachung, Repression und Einschränkung geprägt war. Die Autorin fasst zusammen, dass in dieser Atmosphäre die zwischenmenschlichen Beziehungen litten und ein Klima des gegenseitigen Misstrauens, der emotionalen Isolation und der Angst entstand, das bei den Betroffenen zum Teil noch in der Gegenwart Nachwirkungen hinterlässt.