Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Ein Mann, ein Leben und Briefe an die Freiheit
10. Klasse, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium
48151 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2025-1547
Ausgehend von ihrer Familiengeschichte beschreibt Marie Langen den Umgang der DDR mit politischem und sozialem Ungehorsam und die Aufnahme politischer Gefangener und ihrer Familien durch die Bundesrepublik. Ihr Großvater hatte nämlich nach verschiedenen öffentlichen Differenzen mit dem SED-Regime einen Ausreiseantrag gestellt und war danach über ein Jahr lang inhaftiert. Mitte der 1980er gelangten er und seine Familie durch einen „Freikauf“ von Gefangenen dann doch nach Westdeutschland. Die Autorin erzählt diese Ereignisse anhand von fiktiven Briefen verschiedener Familienmitglieder, die sie in einen historischen Text einbettet, der viele Facetten der deutsch-deutschen Geschichte analysiert: Vom Propaganda- und Polizeiapparat der DDR über Flucht- und Austauschmöglichkeiten für Oppositionelle bis zum Umgang mit ehemaligen Gefangenen nach der deutschen Wiedervereinigung. Ihr Großvater selbst lebt nicht mehr, aber andere Familienmitglieder halfen mit Gesprächen und Dokumenten bei der Recherche.