Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Die Schaffung einer neuen Grenze: Das Ghetto Hongkew - Jüdisches Exil in Shanghai zwischen 1938 und 1943

1. Preis
2025
Hanshu Zhang
Schriftlich-Sachtext
Eilert Mittwollen

12. Klasse, Gymnasium Buckhorn

22359 Hamburg, Hamburg, Deutschland

#2025-1069

Die Flucht vor den Nationalsozialisten führte ab den 1930er Jahren zu jüdischen Exilen in weiten Teilen der Welt. Eines dieser Exile war das Ghetto Hongkew in Shanghai, welches jüdischen Geflüchteten als letzte offene Zuflucht diente. Hanshu Zhang analysiert die diplomatischen, politischen und sozialen Hintergründe in ihrem Beitrag. Dabei kommt es ihr darauf an, die Perspektive der jüdischen Organisationen zentral miteinzubeziehen und in Resonanz mit der japanischen Regierung zu stellen. Diese kontrollierte ab 1941 Shanghai vollständig und wies ambivalente Einstellungen zur jüdischen Bevölkerung auf – einerseits schwankte sie zwischen antisemitischen Einflüssen, andererseits sah sie Vorteile in der Nutzung internationaler jüdischer Netzwerke. Um sich dieses Forschungsgebiet zu erschließen, las und übersetzte die Schülerin über 70 japanische Dokumente aus dem Nationalarchiv Japans, da deutsche, englische und chinesische Quellen nicht zugänglich waren.