Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Die Ruhrpolen - Abgrenzung und Ausgrenzung

Landessieger
2025
Emilia Fischer, Hannah Besch
Audio/Podcast
Steffen Opitz

9. Klasse, Mallinckrodt-Gymnasium

44139 Dortmund, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2025-0070

Seit der Ansiedlung von Bergbau und Schwerindustrie im 19. Jahrhundert ist das Ruhrgebiet von Arbeitsmigration geprägt. Hannah Besch und Emilia Fischer erzählen die Geschichte der ersten größeren Gruppe von „Gastarbeitern“, den sogenannten Ruhrpolen. Im Deutschen Kaiserreich kamen fast eine halbe Million Zugewanderte aus den überwiegend polnischsprachigen preußischen Ostprovinzen in den Westen, um dort zu arbeiten. In ihrem Podcast interviewen die beiden Neuntklässlerinnen zwei Historiker und analysierten Archivquellen. Sie kamen zu dem Schluss, dass der preußische Staat wenig für die Integration der neuen Arbeitskräfte tat, sondern diese streng kontrollierte. Auch Presse und Öffentlichkeit standen den Neuankömmlingen anfangs negativ gegenüber. Hilfreich bei der Ankunft in der neuen Heimat war vor allem die Solidarität der polnischsprachigen Arbeitskräfte untereinander und in katholischen Landesteilen die verbindende gemeinsame Religion.