Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Die Deportationen der Wolgadeutschen im Zweiten Weltkrieg - und deren Folgen am Beispiel familienhistorischer Dokumente

3. Preis
2025
Sophia Britanow
Schriftlich-Sachtext
Frank Zinecker

12. Klasse, Gymnasium Nackenheim

55299 Nackenheim, Rheinland-Pfalz, Deutschland

#2025-0281

In ihrem Beitrag thematisiert Sophia Britanow die Deportationen der Wolgadeutschen während des Zweiten Weltkrieges. Mithilfe historischer Quellen und familieninterner Dokumente rekonstruiert sie das Leben ihres Urgroßvaters Alexander Deobald, der im Jahr 1941 nach Kasachstan deportiert und in ein Arbeitslager eingewiesen wurde. Herausfordernd war für sie dabei, Angaben ihrer Familienmitglieder nicht zu berücksichtigen, wenn diese sich nicht belegen ließen. Ferner legt sie einen Blick auf die Zeit der Auswanderung ihrer Familie nach Deutschland in den 1990er Jahren und Ausführungen zu Fragen von Identität und Zugehörigkeit. Die Schülerin nutzt ihre Familiengeschichte zudem als Beispiel, um einen Bezug zur gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Situation in Deutschland herzustellen und appelliert dazu, sich rechtzeitig gegen Ausländerfeindlichkeit und Diskriminierung zu positionieren.