Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Deportation der Siebenbürger Sachsen im Jahr 1945 - Eine Ausgrenzung mit Spätfolgen?
11. Klasse, Schönbuchgymnasium
71088 Holzgerlingen, Baden-Württemberg, Deutschland
#2025-2771
In der Familie von Hanna Herbert gab es gleich mehrere „Siebenbürger Sachsen“, die aus religiösen oder ökonomischen Gründen ins heutige Rumänien auswanderten. Nach dem Rumänien 1944 im Zweiten Weltkrieg ein Bündnis mit der Sowjetunion einging, geriet die deutschsprachige Minderheit in den Fokus des kommunistischen Regimes. Viele Angehörige wurden in die Sowjetunion deportiert, wo sie teilweise gemeinsam mit Angehörigen der Russlanddeutschen Zwangsarbeit leisten mussten. Ende der 1940er Jahre erhielten sie die Möglichkeit, entweder nach Deutschland auszureisen oder nach Rumänien zurückzukehren. In letzterem Fall wurden sie oft erneut Opfer von Diskriminierung und Enteignungen. Die Autorin beschreibt in ihrem Beitrag die Beweggründe der deutschsprachigen Emigration nach Rumänien und die Geschichte von Deportation und Zwangsarbeit. Dafür interviewte sie ihre Großeltern und eine weiter Zeitzeugin und recherchierte in Bibliothek und Archiv des Siebenbürgen-Instituts in Gundelsheim.