Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Ausgegrenzt, gefoltert und verbrannt - Die Hexenverfolgung in Bernau am Beispiel von Dorothea „Orthie“ Meermann. Könnte etwas Ähnliches heute wieder passieren?
11. Klasse, Barnim-Gymnasium Bernau - Waldfrieden
16321 Bernau, Brandenburg, Deutschland
#2025-2040
In Bernau wurden zwischen 1536 und 1658 insgesamt 23 Frauen und vier Männer der Hexerei beschuldigt. Nur sechs von ihnen konnten einen Freispruch erwirken, die übrigen wurden lebendig verbrannt. Eines dieser Opfer war Dorothea Meermann. Trotz wiederholter Folter weigerte sie sich zu gestehen, eine Hexe zu sein. Weil man daraufhin vermutete, dass ihre Tochter ebenfalls eine Hexe war, die ihre Mutter vor der Folter beschützte, wurde auch Meermanns Tochter verbrannt. Anhand dieser Fälle aus ihrem Heimatort schildert Nadja Lehmann in ihrem Forschungsbericht die Hintergründe und das Vorgehen bei der Hexenverfolgung. Dabei stellt sie sich die Frage, ob es in Deutschland wieder zu Hexenverfolgungen kommen könnte. Nach ihrer Recherche hält sie dies zwar nicht für wahrscheinlich. Jedoch argumentiert sie, dass inzwischen strukturelle Formen der Gewalt dazu führen, dass Frauen und gesellschaftliche Minderheiten ausgegrenzt und diskriminiert werden.