Wettbewerb: Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte Ausgegrenzt, aber nicht vergessen - Leprakranke im Spittel Großengottern
5.-6. Klasse, Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium
99991 Großengottern, Thüringen, Deutschland
#2025-0230
Bis ins 16. Jahrhundert hinein war die Lepra eine weit verbreitete Erkrankung in Europa, mit der sich zahlreiche Menschen infizierten. Häufig fürchteten sich die Menschen vor Ansteckung und „Leprakranke“ wurden weitgehend aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Dass sich ihre Mitmenschen dennoch um die Erkrankten sorgten, berichten Paula Helene Schwarzkopf und Alma Charlotte Schwarzkopf in ihrem Dokumentarfilm. Auf das Thema aufmerksam wurden sie, weil in ihrem Heimatort Großengottern noch heute ein ehemaliges Hospital steht, in dem früher „Leprakranke“ untergebracht waren. Für ihre Recherche führten die Schülerinnen zwei Interviews. Darin erfuhren sie, welche besonderen Vorkehrungen im Umgang mit Leprakranken getroffen wurden. Zum Beispiel fanden sie heraus, dass speziell für die Erkrankten Löcher in die Wand der Kapelle eingesetzt wurden. So sollte ihnen ermöglicht werden, von draußen an Gottesdiensten teilzunehmen. Dies zeigt, dass „Leprakranke“ zwar auf Abstand gehalten wurden, die Ortsgemeinschaft sich jedoch darum bemühte, sie so gut wie möglich zu umsorgen.