Wettbewerb: Bewegte Zeiten. Sport macht Gesellschaft Wehrsport von Jugendlichen im Ersten Weltkrieg und während der NS-Diktatur in Münster: Eine vergleichende Betrachtung

Landessieger
2021
Richter, Jule
Katy Beck

12. Klasse, Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Gymnasium

48143 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

#2021-0949

Beim Begriff ›Wehrsport‹ denkt man üblicherweise an das Training der Hitlerjugend in der NS-Zeit. Doch bereits im Kaiserreich sollten ›Jugendwehren‹ die männliche Jugend auf das Soldatentum vorbereiten und die Kriegsbegeisterung im Ersten Weltkrieg hochhalten. Jule Richter analysierte die Aktivitäten der Jugendwehren in Münster und dem Umland während des Ersten Weltkriegs und die Aktivitäten der ›Hitlerjugend‹ und ihrer sogenannten ›Wehrertüchtigungslager‹ im Zweiten Weltkrieg. Im abschließenden Vergleich stellt sie einerseits fest, dass dem Wehrsport in beiden Weltkriegen hohe Bedeutung bei der Ausbildung des militärischen Nachwuchses und als Propagandainstrument zukam. Allerdings stellte sie auch gewichtige Unterschiede fest: Während die Jugendwehren für Freiwillige ab 16 Jahren organisierte, organisierte das ›Jungvolk‹ der ›Hitlerjugend‹ bereits für 10- bis 14-Jährige verpflichtende Wehrübungen. Der totalitäre Anspruch des NS-Regimes tritt also auch bei diesem Thema zutage.

Literaturverzeichnis

Bibliografische Angaben