Wettbewerb: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Gebrandmarkt durch Vorurteile zur Außenseiterin. Hexenjagd und Hexenprozesse am Beispiel des ehemaligen Amts Rotenburg
Klasse 11, St.-Viti-Gymnasium, Gymnasium
27404 Zeven, Niedersachsen, Deutschland
#2015-0583
Marie-Louise Andresen untersuchte die Hexenverfolgung in der Region Rotenburg in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Frauen wurden in dieser Zeit als Sündenböcke für Unerklärliches stigmatisiert, verfolgt und ermordet. Welche Voraussetzungen und Folgen die Hexenverfolgung hatte, zeigt die Schülerin am konkreten Fallbeispiel der Margarete Meinken. Die Rolle der Kirche und die Dynamik von Gerüchten und gezielter Stigmatisierung durch die Dorfbewohner arbeitet sie anhand vielseitigen Quellenmaterials heraus. Die Schülerin kommt zu dem Ergebnis, dass durch die Verbrennung Meinkens das Ende der Ausgrenzung der Familie in der Dorfgemeinschaft eingeläutet wurde. Durch den Hexenprozess wurden die übrigen Familienmitglieder rehabilitiert. So hatte der Hexenprozess in diesem Falle sowohl die Funktion der Ausgrenzung als auch von deren Überwindung für die Nachkommen der Verfolgten zur Folge.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben