Wettbewerb: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Die Schülerakten der Hilfsschule in Lüneburg im Spiegel der Reformdiskussionen. Von der Restauration zur Integration?
Klasse 11, Gymnasium Oedeme, Gymnasium
21335 Lüneburg, Niedersachsen, Deutschland
#2015-1809
Der Beitrag untersucht anhand der Schülerakten der Lüneburger Johannes Rabeler Schule aus den 1950er- bis in die 1970er-Jahre, inwieweit sich die bildungspolitischen Diskussionen der Zeit in den Urteilen der Lehrer widerspiegelten. Insbesondere wird der Wandel pädagogischer und gesellschaftspolitischer Konzepte in Bezug auf die Sonderschule untersucht. Anhand der Akten und in Verknüpfung mit der Fachliteratur kann die Gruppe nachweisen, dass die Beurteilung der Schüler durch die Lehrkräfte einem Wandel unterlag. So stellen die Teilnehmenden eine Entwicklung in den Deutungsmustern der Lehrkräfte fest. Diese wandelten sich von der Vorstellung, dass die Leistungsfähigkeit eines Schülers biologisch festgelegt und unveränderbar sei, hin zu der Ansicht, dass gezielte Förderung und ein Eingehen auf die jeweiligen Bedingungen eines Schülers die Teilhabe der Menschen mit Lernbehinderung an der Gesellschaft verbessern können und angestrebt werden sollten.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben