Wettbewerb: Anders sein. Außenseiter in der Geschichte Das Schweigen über die Selbstmörder
Klasse 13, Berufsbildende Schule II, Berufsschule
37081 Göttingen, Niedersachsen, Deutschland
#2015-0572
Fünf Schülerinnen und Schüler befassten sich mit der Kulturgeschichte des Selbstmordes. Sie entwickelten dazu einen Filmbeitrag, in dem sie, ausgehend von einem fiktiven Fallbeispiel einer gegenwärtigen Selbstmörderin, philosophische und juristische Positionen der Gesellschaft zum Selbstmord von der Antike bis zur Gegenwart beschreiben. Dabei gehen sie auch auf die Verbotshaltung der katholischen Kirche im Mittelalter ein und informieren über den Umgang mit Selbstmördern in den behandelten Epochen. So erhielten Selbstmörder beispielsweise lediglich eine anonyme Grabstätte und wurden so posthum von der Gesellschaft ausgegrenzt. Die Schülergruppe recherchierte Bildmaterial, Musik und statistische Erhebungen zum Thema Selbstmord. Gedreht wurde der Film in Göttingen und Westerode. Aus Sicht der Teilnehmenden bedeutet der Selbstmord einen Akt der Selbstbestimmung, was sie auch zu der aktuellen Diskussion um die Sterbehilfe führt.
Literaturverzeichnis
Bibliografische Angaben