Female Futures

Grafik: Basics09

Über feministische Herausforderungen von heute und Visionen für morgen. Die Veranstaltungsreihe Female Futures adressiert die realen Folgen für Mädchen und Frauen in einer Gesellschaft, die in Sachen Geschlechtergerechtigkeit längst nicht am Ziel ist. Seien es die mangelnden Aufstiegschancen an der Hochschule oder die Hürden in männlich geprägten Fächern und Berufen – die Auswirkungen des Patriarchats begleiten uns in unserer Arbeit und im Alltag. Doch wie kann es besser gehen? Wir diskutieren mit Frauen, die feministische Ideen vorantreiben.

Sie möchten erfahren, wann und wie es weitergeht?

29. Januar 2026: Geld ist Gleichberechtigung

Frauen verdienen weniger, investieren seltener und beziehen geringere Renten. Was muss sich ändern, damit finanzielle Unabhängigkeit Realität wird? Psychologin Diana Huth spricht mit den Finanzexpertinnen Christine Laudenbach und Anissa Brinkhoff und mit Sandra Klug von der Verbraucherzentrale Hamburg über Geld als Gleichstellung.

Über die Gästinnen

  • Sandra Klug
    Sandra Klug Foto: Karin Gerdes
  • Anissa Brinkhoff
    Anissa Brinkhoff Foto: Sarah Buth
  • Christine Laudenbach
    Christine Laudenbach Foto: Julian Hauschild
  • Diana Huth
    Diana Huth Foto: Sebastian Fuchs

Sandra Klug ist geborene Hamburgerin und studierte dort Jura. Seit 2003 arbeitet die Volljuristin in der Verbraucherzentrale Hamburg im Bereich Finanzdienstleistungen. Seit August 2021 leitet sie die Abteilung Geldanlage, Altersvorsorge, Versicherungen. Sie ist Mitglied im Versicherungs- und im Verbraucherbeirat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht sowie im Beirat der Versicherungsombudsfrau.

Anissa Brinkhoff ist Finanzjournalistin, Autorin und Speakerin mit Fokus auf Female Finance und Finanzbildung. Sie motiviert Frauen, sich mit ihren Finanzen und der Altersvorsorge auseinanderzusetzen und berät Unternehmen zu Finanzpodcasts. Als Hamburg Ambassador des Fintech Ladies Netzwerks und mit ihrem Podcast „Finance & Feelings“ beleuchtet sie emotionale Aspekte von Geld und finanzielle Ungerechtigkeiten.

Als Professorin für Household Finance an der Goethe-Universität Frankfurt und Leiterin am Leibniz-Institut SAFE erforscht Christine Laudenbach seit über zehn Jahren das Finanzverhalten von Privathaushalten, insbesondere von Frauen. Ihre Mission: Finanzbildung entmystifizieren, Stereotype aufbrechen und Menschen befähigen, ihre finanzielle Zukunft selbstbewusst zu gestalten.

Moderation

Diana Huth ist Psychologin, Medienproduzentin und Moderatorin. Mit ihrem Unternehmen ACTitude bietet sie psychologische Onlinekurse zur Stärkung der psychischen Flexibilität. Ihre Mission ist es, Menschen das Rüstzeug für den Umgang mit schwierigen Situationen zu geben und sie so präventiv zu stärken.

18. Februar 2026: Ihr Wissen, sein Ruhm

Frauen haben die Wissenschaft entscheidend geprägt, doch ihre Leistungen wurden oft ignoriert, vergessen oder Männern zugeschrieben. Bis heute erfahren Forscherinnen strukturelle Benachteiligung. Warum diese Ungleichheit immer noch fortbesteht und was sich ändern muss, diskutieren Bildungssoziologin Lena Weber und Künstlerin Gesine Born.

Über die Gästinnen

  • Gesine Born
    Gesine Born Foto: David Ausserhofer
  • Lena Weber
    Lena Weber Foto: PicturePeople
  • Kristina Appel
    Kristina Appel Foto: Charlotte Schreiber Photography

Gesine Born ist Fotografin, Wissenschaftskommunikatorin und Gründerin des Bilderinstituts. Im Leitungsteam der Task Force KI der #factory Wisskomm des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) setzt sie sich für verantwortungsvollen KI-Einsatz ein. Ihr Projekt „Versäumte Bilder“ macht vergessene Wissenschaftlerinnen durch KI-generierte Porträts sichtbar und gibt ihnen so ein Gesicht in der Wissenschaftsgeschichte.

Seit März 2022 ist Lena Weber Teamleiterin des Teams CEWS bei GESIS. Davor war sie Vertretungsprofessorin für Bildungssoziologie an der Universität Paderborn, im Wissenschaftskolleg „Data Society“, und Postdok-Wissenschaftlerin der Allgemeinen Soziologie an der Universität Paderborn. Sie studierte Sozialwissenschaften und Soziologie, mit Schwerpunkten in Geschlechterforschung und Mediensoziologie an der JLU Gießen, Universität Bielefeld und an der Paris VII Denis-Diderot.

Moderation

Kristina Appel ist freie Journalistin und Moderatorin mit dem Fokus Chancengerechtigkeit. Sie befasst sich dabei vor allem mit dem Thema Frauen* in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt. Als Autorin und Redakteurin arbeitet sie zu Diskriminierung, Alltagssexismus und Diversität, moderiert Konferenzen und Panels, und hostet Podcasts.

2. März 2026: Die Unbequemen

Weiblicher Aktivismus heute: Was bewegt Frauen, sich einzumischen und Haltung zu zeigen? Zu Gast sind „Unbequeme“ zwischen 24 und 80 Jahren: Irmela Mensah-Schramm, die seit 40 Jahren gegen Hassparolen kämpft, die LGBTQ+ Influencerin Leonie Plaar sowie die Klimaaktivistinnen Cordula Weimann und Lou Töllner.

Über die Gästinnen

  • Cordula Weimann
    Cordula Weimann Foto: Wolfgang Schmidt
  • Leonie Plaar a.k.a. Löwenherz
    Leonie Plaar a.k.a. Löwenherz Foto: PTO Media
  • Irmela Mensah-Schramm
    Irmela Mensah-Schramm Foto: Wolfgang Goeschel
  • Lou Töllner
    Lou Töllner Foto: Jan-Marius Komorek
  • Luisa Filip
    Luisa Filip Foto: Sanya Engel

Die Friedensaktivistin Irmela Mensah-Schramm, Jahrgang 1945, ist seit 40 Jahren in Berlin, Deutschland und Europa unterwegs, um rassistische und antisemitische Propaganda im öffentlichen Raum zu entfernen. Mit Ceranfeld-Schaber und Lösungsmitteln in der Tasche zieht sie seit 1986 los, mit Spraydosen übersprüht sie Hass-Graffitis. Mehr als 140.000 Hassbotschaften hat sie vernichtet und über 70.000 Originalbelege nazistischer Propaganda dokumentiert. Mehrfach wurde sie wegen Sachbeschädigung angezeigt und stand vor Gericht. Darüber hinaus ist sie Angriffen und Bedrohungen ausgesetzt.

Leonie Plaar a.k.a. Löwenherz ist Historikerin, politische Aktivistin und queer. 1992 in Osnabrück geboren, studierte sie Englisch, Geschichte und American Studies, ergänzt durch ein Zertifikat in Geschlechterforschung. Unter dem Namen Frau Löwenherz klärt die Influencerin auf Social Media zu aktuellen Themen rund um Queerness, Feminismus und intersektionale Repräsentation auf. Im Herbst 2025 erschien ihr Buch „Meine Familie, die AfD und ich“, in dem sie den Radikalisierungsprozess hin zu einer rechtsextremen Ideologie aus der persönlichen Perspektive offenlegt.

Die Leipziger Unternehmerin Cordula Weimann, Jahrgang 1959 gründete 2019 zusammen mit dem Klimawissenschaftler Harry Lehmann den gemeinnützigen Verein „Leben im Einklang“ und kurz darauf die Bewegung „Omas for Future“, die inzwischen auf rund 100 aktive Regionalgruppen in Deutschland und Österreich angewachsen ist. Neben der Bildung zum Wandel liegt ein Schwerpunkt ihres Aktivismus auf dem Empowern von Frauen 50plus, für unsere Erde politisch aktiv zu werden. Im Sommer 2025 wurde die Bewegung zum zweiten Mal von der Unesco für ihre BNE-Arbeit ausgezeichnet.

Lou Töllner, Jahrgang 2001, studiert Rechtswissenschaften an der Bucerius Law School in Hamburg. Ende 2018 gründete sie gemeinsam mit zwei Freundinnen die Ortsgruppe Hannover von „Fridays for Future“ und ist seitdem als Klimaaktivistin aktiv. So gehört sie zu den Initiator:innen des Hamburger Zukunftsentscheids für Klimaneutralität bis 2040 und ein sozialverträgliches Klimaschutzgesetz. In diesem Ehrenamt vertritt sie die Initiative als Pressesprecherin und rechtliche Vertreterin.

Moderation

Luisa Filip ist freie Journalistin und Moderatorin u.a. für Deutschlandfunk Nova. Zusammen mit Elli Ries veröffentlicht sie den Podcast „X und Y“, der einen feministischen Blick auf die Medienwelt wirft.

Female Futures zum Nachschauen

Impressionen

Kontakt

Svenja Lücke

Veranstaltungsmarketing