Roots & Reels – Internationaler Geschichtswettbewerb für junge Storyteller (13–27)
Vom 16. Januar bis zum 1. April 2026 bot Roots and Reels jungen Menschen in ganz Europa die Chance, Familienerinnerungen, lokale Geschichten und bisher ungehörte Stimmen filmisch aufzubereiten. Nun stehen die Preisträger fest.

Aktuell: Die Gewinner stehen fest!
Die Publikumsabstimmung ist abgeschlossen und die sechs Gewinner des Wettbewerbs stehen fest. Die Beiträge zeigten, wie kreativ und mutig junge Menschen sein können, wenn sie sich kritisch mit Geschichte auseinandersetzen.
Wir gratulieren allen Preisträgern herzlich und danken allen Teilnehmenden für ihre vielfältigen, persönlichen und inspirierenden Beiträge.
Publikumspreise
Most Liked: The Legacy of Taurus von Mustafa und Berkay
Most Commented: A German Legacy That Can’t Be Deported von Tamar
Most Shared: Forbidden… to Be Remembered von Asia
Jury Preise
First Prize: Why? von Susanna und Knarik
Second Prize: They Are Not Forgotten Here von Matej, Filip, Roko und Fran
Third Prize: Renaming Streets von Olha
Alle Videos der Top 30 sind auf unserem Instagram-Kanal zu sehen.
Die Gewinner werden zur Preisverleihung im Rahmen des EUSTORY Past Forward Festivals nach Hamburg eingeladen.
Publikumsabstimmung vom 19. Juni bis zum 7. Juli 2026
Mehr als 200 Teilnehmende aus 19 Ländern haben im Rahmen von Roots and Reels in einer beeindruckenden Vielfalt an Sprachen, Themen und Ausdrucksformen persönliche Erinnerungen oder unbekannte Geschichten geteilt. Aus über 100 eingereichten Videos hat die Jury eine Top 30 ausgewählt. Auf EUSTORYs Instagram-Account sind diese besten Videos in den Kategorien „die meisten Likes“, „die meisten Kommentare“ und „am meisten geteilt“ in einer Publikumsabstimmung gegeneinander angetreten. Die drei Beiträge, die online organisch die größte Aufmerksamkeit und Interaktion erzeugten, erhielten einen Publikumspreis.
Die Abstimmung lief vom 19. Juni bis zum 7. Juli 2026.
Worum geht es bei dem Wettbewerb?
Die Vergangenheit besteht nicht nur aus Daten in einem Lehrbuch. Sie lebt in Familiengeschichten und alltäglichen Gesprächen, in den Straßen, Denkmälern und Landschaften um uns herum, in den Worten, die wir verwenden, und in dem, was in Erinnerung bleibt oder ausgelassen wird. Gleichzeitig sind unsere Social-Media-Feeds voller Bilder und Videos zur Geschichte: manchmal inspirierend, manchmal nostalgisch, manchmal irreführend oder manipulativ.
Roots & Reels will diese Flut für einen Moment verlangsamen und fragt:
- Wie können wir mit Quellen arbeiten und trotzdem kreative, emotionale Geschichten erzählen?
- Wessen Perspektiven werden gehört und welche fehlen?
- Warum ist was aus der Geschichte bis heute relevant?
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, Kurzfilme von bis zu drei Minuten Länge zu drehen, die sich mit einem Thema aus den Bereichen Geschichte, Erinnerung oder Kulturerbe befassen, das für sie heute persönlich etwas bedeutet. Jeder Film muss auf mindestens zwei historischen Quellen basieren, wie z. B. Archivdokumenten, Familienfotos, Briefen, Interviews, Gegenständen oder Orten. Alle Filmstile sind willkommen – dokumentarisch oder persönlich, Animationen, Collagen, kreativen Verarbeitung oder hybride Formaten. Der Schwerpunkt liegt nicht auf Professionalität, sondern auf Neugier, kritischem Denken und mitreißendem Storytelling.
Welche Geschichte aus der Vergangenheit ist wichtig?
Roots & Reels ist ein internationaler Geschichtswettbewerb für junge Menschen, der Geschichte, Storytelling und Film verbindet. Mit Kamera oder Smartphone erkundeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer persönliche Geschichten aus der Vergangenheit, die ihnen etwas bedeuten. Sie stellen sie in Kurzfilme mit Reel-Charakter vor, um sie mit anderen Menschen in ganz Europa und darüber hinaus zu teilen.
Der Wettbewerb verbindet damit historische Projektarbeit mit Kreativität, Medienkompetenz und grenzüberschreitendem Dialog.
Wer kann teilnehmen?
Roots & Reels richtete sich an:
- junge Menschen im Alter von 13 bis 27 Jahren
- mit einem Bezug zu Europa (definiert als ein Mitgliedsland im Europarat oder bei EUSTORY)
Die Teilnahme konnte einzeln oder in kleinen Gruppen erfolgen. Beiträge konnten in jeder Sprache eingereicht werden, solange sie englische Untertitel enthalten.
Zeitplan & Auszeichnungen
Die Roots & Reels-Reise begann am 16. Januar mit einer ersten Online-Auftaktveranstaltung.
- 16. Januar 2026, 17:00 Uhr (MEZ) – Beginn der Ausschreibung & Online-Eröffnungsveranstaltung
- 21. Februar 2026, 10:00 (MEZ) – Online Q&A und Brainstorming Session
- 7. März 2026, 10:00 (MEZ) – Online Q&A: Videobearbeitung und Storytelling-Tools
- 1. April 2026, 23:59 Uhr (MEZ) – Einreichungsfrist
- Frühjahr 2026 – Sichtung und Auswahl der 30 besten Filme durch die Jury
- 19. Juni – 7. Juli 2026 – Instagram-Publikumspreise auf dem EUSTORY-Account
- Herbst 2026 – Bekanntgabe der Gewinner und Präsentation der Filme, Einladungen zu den Preisverleihungsveranstaltungen in Hamburg
Eine Jury aus Expertinnen und Experten mit einem geschichtlichen, pädagogischen oder medialen Hintergrund vergibt drei Hauptpreise. Mitglieder der Jury sind Prof. Dr. Dhurata Shehri (University of Tirana), Marcus Bösch (Universität Münster), Dr. Fernande Raine (History Co:Lab), Dr. Marek Mutor (Platform of European Memory and Conscience) und Steven Stegers (EuroClio). Zusätzlich werden drei Instagram-Publikumspreise an die Beiträge vergeben, die online die meiste Aufmerksamkeit erzeugen. Ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden eingeladen, ihre Arbeiten bei einer Preisverleihung in Hamburg vorzustellen.
Veranstalter
Roots & Reels wird vom Institute for Democracy, Media and Culture (IDMC) organisiert. Der Wettbewerb ist initiiert von EUSTORY und wird unterstützt von der Körber-Stiftung.