Foto: David Ausserhofer

Berliner Forum Außenpolitik 2026

Nie zuvor war die Welt so stark vernetzt und zugleich so fragil wie heute. Tiefgreifende geopolitische Verschiebungen, rasanter technologischer Wandel und wachsender wirtschaftlicher Druck verändern in einer Zeit der Unsicherheit die internationale Ordnung. Innenpolitische Polarisierung nimmt zu, während Kriege und Konflikte weltweit die multilateralen Institutionen erodieren. Machtpolitik gewinnt an Boden, Vertrauen schwindet. Deutschland und Europa stehen vor einer Reihe von Dilemmata: Partnerschaften diversifizieren und zugleich etablierte Kanäle offen halten; im Wettbewerb bestehen, ohne Zusammenarbeit aufzugeben; zwischen bestehenden Verpflichtungen und neuen Allianzen navigieren. Glaubwürdigkeit wird dabei zur entscheidenden Währung. Gegenseitige Abhängigkeiten bleiben, doch der Raum für konstruktiven Austausch schrumpft. Dialog aufrechtzuerhalten wird schwieriger, gerade dann, wenn er unverzichtbar ist.

Beim Berliner Forum Außenpolitik am 24. November 2026 diskutieren hochrangige Politiker:innen und Expert:innen, wie Deutschland und Europa diese Phase des systemischen Wandels meistern können. Was kostet der Dialog mit denen, die die eigenen Werte nicht teilen, und was kostet es, ihn zu verweigern? Wie sieht strategische Relevanz aus, wenn die Spielregeln neu geschrieben werden? Und welche Wege gibt es, um einen stabileren und inklusiveren internationalen Rahmen zu schaffen?

Agenda und Redner:innen des Berliner Forum Außenpolitik 2026 werden vor der Konferenz hier bekannt gegeben.