Das Redaktionsteam von Amal, Ukraine! Foto: Anas Khabir

Amal, Ukraine! ist online

Fast ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine wurde die lokale Nachrichtenplattform Amal, Berlin! um eine ukrainische Redaktion erweitert. Ab jetzt richtet sich die Plattform auch an Menschen, die aus der Ukraine nach Deutschland gekommen sind.

Mit Anton Dorokh, Darka Gorova und Nana Morozova versorgen nun auch drei Journalist:innen aus der Ukraine ihre nach Deutschland gekommenen Landsleute mit den wichtigsten Nachrichten und Themen aus ihrem neuen Wohnort. Ganz nach dem Amal-Motto: „Nur wer weiß, was passiert, kann sich beteiligen und mitmachen!“ sollen sich dadurch geflüchtete Menschen aus der Ukraine in Berlin zurechtfinden und die Möglichkeit haben, sich am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Das Projekt überträgt damit das bewährte Modell von Amal, Berlin! und Amal, Hamburg! auf die aktuelle Situation geflüchteter Ukrainer:innen.

„Die Idee und der Wunsch, eine ukrainische Redaktion zu gründen, kam vor allem aus dem syrischen Team von Amal. Die Kolleginnen und Kollegen wollten gerne dazu beitragen, dass es für die neuankommenden Ukrainerinnen und Ukrainer in Deutschland einen guten Start gibt. Ihre eigene Erfahrung war, dass lokale Medien dazu einen wichtigen Beitrag leisten“, so Cornelia Gerlach und Julia Gerlach, die Projektleiterinnen von Amal.

Anton Dorokh, Darka Gorova und Nana Morozova
Anton Dorokh, Darka Gorova und Nana Morozova Foto: Amal, Berlin!

Ein starkes Zeichen setzen

Schnell ging es ins konkrete Tun: „Wir sind stolz darauf, dass wir in den Zeiten, in denen immer mehr über die Ungleichbehandlung von Geflüchteten unterschiedlicher Herkunft gesprochen wird, ein starkes Zeichen setzen, dass Zusammenhalt und Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg funktioniert. Amal ist in dieser Hinsicht einmalig. Bei uns arbeiten Journalistinnen und Journalisten aus Afghanistan, Iran, arabischen Ländern und der Ukraine zusammen“.

Amal, Ukraine! ist ein zeitlich befristetes Projekt. So wird der Hoffnung der geflüchteten Ukrainer:innen Rechnung getragen, dass der Krieg bald endet und eine Rückkehr in die Heimat möglich wird.

Die Redaktion

Zusammen mit seinem Schwesterportal Amal, Hamburg! erreicht Amal, Berlin! auf Facebook rund 190.000 Follower. Die Redaktion besteht aus geflüchteten Journalist:innen. Sie berichten bislang auf Arabisch, Farsi und Dari über das kulturelle, politische und gesellschaftliche Leben in Berlin, Hamburg und Deutschland insgesamt.