Preisverleihung des Körber-Preises für Batterien und mehr Klimaschutz

Der mit einer Million Euro dotierte Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft geht an Clare Grey.

Pressemitteilung

Clare Grey erhält Körber-Preis

Die britische Chemikern Clare Grey leistete Pionierarbeit bei der Optimierung von Batterien. Dafür ist ihr im Hamburger Rathaus der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft verliehen worden.

Hamburg, 10. September 2021. Für ihre Arbeit zur Optimierung von Batterien mit Hilfe der NMR-Spektroskopie ist der britischen Chemikerin Clare Grey der mit einer Million Euro dotierte Körber-Preis für die Europäische Wissenschat verliehen worden. Im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses überreichten Prof. Dr. Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, sowie Dr. Lothar Dittmer und Tatjana König, Vorstände der Körber-Stiftung, die Urkunde bei einer feierlichen Preisvergabe.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Clare Grey ist eine außergewöhnliche Wissenschaftlerin, die mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz leistet. Sie hat ein neues Feld in der Grundlagenforschung eröffnet und damit große Fortschritte bei der Entwicklung neuartiger und leistungsfähiger Batterien ermöglicht. Strom aus erneuerbaren Energien spielt eine entscheidende Rolle, um fossile Energieträger zu ersetzen und sektorenübergreifend CO2-Emissionen zu reduzieren. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind effiziente und nachhaltige Speichermöglichkeiten, die dank der Grundlagenforschung von Clare Grey stetig weiter entwickelt werden können. Ich gratuliere Clare Grey herzlich zum Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2021 und wünsche ihr weiterhin viel Erfolg bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke: „Die Verleihung des Körber-Preises ist in jedem Jahr immer auch ein faszinierender Einblick in internationale Spitzenforschung und bahnbrechende wissenschaftliche Erkenntnisse. Ich gratuliere der diesjährigen Preisträgerin, Professorin Clare Grey sehr herzlich zu ihrer herausragenden Forschungsarbeit, einen wichtigen Baustein für die klimaneutrale Transformation unserer Verkehre und Logistikketten entwickelt zu haben. In ihrer Forschung beweist Professorin Grey eindrücklich, wie wichtig der Transfergedanke in unserer Forschungswelt verankert sein muss, um mit wissenschaftlicher Expertise und Erkenntnissen den Bogen zur Wirtschaft und damit zur direkten Anwendung im Alltag zu schlagen. Ich wünsche Professorin Grey und ihrem Team, dass die heutige Auszeichnung weiter dazu beiträgt, die Batterieforschung noch weiter voranzubringen und auch künftig weiter dabei hilft, eines der großen Menschheitsprobleme zu lösen.“

Prof. Dr. Clare Grey: „Zu meinen wichtigsten Zielen zählt, Studierende, die Öffentlichkeit und politische Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass die Technologien zum Erreichen der Zero-Carbon-Klimaziele bis 2050 nur dann rechtzeitig bereitstehen, wenn mit der Grundlagenforschung bereits jetzt begonnen wird – morgen ist es zu spät. Ich freue mich, dass das Kuratorium des Körber-Preises sowohl meine Forschungsarbeit zu Batterien als auch meine Bemühungen, die Bedeutung der Grundlagenwissenschaft für die Erreichung der Klimaziele zu fördern, gewürdigt hat.“

Neue Batterien für mehr Klimaschutz

Clare Grey leistete Pionierarbeit bei der Optimierung von Batterien mit Hilfe der NMR-Spektroskopie. Diese Technologie ermöglicht nicht-invasive Einblicke in das Innenleben von Batterien. Ihre NMR-Untersuchungen halfen, die Leistung von Lithium-Ionen-Akkus, die etwa Handys oder E-Autos mit Strom versorgen, deutlich zu steigern. Weiterhin war sie maßgeblich an der Entwicklung neuartiger Batterietypen beteiligt – darunter Lithium-Luft-Akkus, die eine zehnfach erhöhte Energiedichte aufweisen oder Batterien, die sehr schnell aufladen und besonders betriebssicher sind. Zudem forscht Grey an kostengünstigen und langlebigen Speichersystemen für Strom aus regenerativen Quellen. Die Britin sieht ihre Grundlagenforschung als wichtigen Beitrag, um das von der Europäische Union erklärte Ziel der Klimaneutralität bis 2050 zu erreichen.

Clare Grey, 56, studierte Chemie an der britischen Oxford University. Bereits im Alter von 22 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Fachartikel im renommierten Wissenschaftsmagazin »Nature«. Nach ihrer Promotion im Jahr 1991 ging sie an die Radboud-Universität im niederländischen Nijmegen. 1992/93 arbeitete Grey als Gastwissenschaftlerin beim US-Chemiekonzern Dupont. Ab 1994 war sie als Assistant Professor an der State University of New York at Stony Brook tätig, wo sie 2001 eine volle Professur erhielt. 2009 wurde sie Geoffrey Moorhouse Gibson Professorin an der britischen University of Cambridge. Seit 2011 ist sie zudem Fellow der Royal Society.

Der Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft zeichnet seit 1985 jährlich herausragende und in Europa tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für deren zukunftsträchtige Forschungsarbeiten aus. Nach der Auszeichnung mit dem Körber-Preis erhielten bereits sechs Preisträger den Nobelpreis.

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Pressemitteilung: Clare Grey erhält Körber-Preis

Pressebilder

Fotos von der Verleihung des Körber-Preis für die Europäische Wissenschaft 2021 an Clare Grey im Hamburger Rathaus am 10. September 2021.

Die Fotos können im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über den Körber-Preis mit dem angegebenen Fotocredit honorarfrei veröffentlicht werden.

Dr. Lothar Dittmer, Prof. Dr. Clare Grey, Prof. Dr. Martin Stratmann (v.l.)
Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer
Prof. Dr. Martin Stratmann, Tatjana König, Dr. Peter Tschentscher, Prof. Dr. Clare Grey, Dr. Lothar Dittmer (v.l.)
Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer
Ranga Yogeshwar, Prof. Dr. Clare Grey (v.l.)
Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer
Prof. Dr. Clare Grey
Foto: Körber-Stiftung/David Ausserhofer

Die folgenden Fotos können im Zusammenhang mit einer Berichterstattung über den Körber-Preis mit dem Fotocredit Alice Whitby honorarfrei veröffentlicht werden.

NMR-Spektrometer im Labor von Clare Grey
Foto: Alice Whitby
Prüfung Lithium-Batterien auf Leistungsfähigkeit und alterungsbedingten Verschleiß
Foto: Alice Whitby
Vorbereitung einer gebrauchten Lithium-Batterie für eine NMR-Untersuchung
Foto: Alice Whitby
Testapparatur für Lithium-Luft-Batterien und andere Lithium-Batterie-Typen
Foto: Alice Whitby
Portrait Clare Grey
Foto: Alice Whitby
Portrait Clare Grey
Foto: Alice Whitby
Clare Grey vor dem NMR-Spektrometer in ihrem Labor
Foto: Alice Whitby
Clare Grey
Foto: Alice Whitby
Portrait Clare Grey
Foto: Alice Whitby
Portrait Clare Grey
Foto: Alice Whitby
Portrait Clare Grey
Foto: Alice Whitby