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Neue Dorfmittelpunkte für strukturschwache Regionen (Zugabe-Preis 2022)

Heinz Frey, 67, entwickelt eine neue ländliche Daseinsfürsorge für lokale Zentren in strukturschwachen Regionen.

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Heinz Frey (67) ist Pionier für eine neue Form ländlicher Daseinsfürsorge. Für strukturschwache Regionen hat er ein Konzept für lokale Zentren mit Rundumversorgung aufgebaut. Dort werden an einer Ladentheke Lebensmittel, soziale und medizinische Dienste und Kultur angeboten. Die Zentren werden so zum neuen Dorfmittelpunkt und schaffen Arbeitsplätze. Sie sind Orte der Begegnung und verbessern unmittelbar die Lebensqualität vor Ort – für alle Generationen.

Das erste neue Dorfzentrum eröffnete der ehemalige Lehrer 2005 in Jülich-Barmen, inzwischen hat er das Konzept beratend und mit Bürgerbeteiligung auf mehr als 40 Orte übertragen. Jedes Nahversorgungszentrum steht auf eigenen Füßen und wird mit Genossenschaftsanteilen oder Bürgeraktien finanziert. In die Entwicklung sind nicht nur Bürger:innen eingebunden, sondern auch Politik, Wirtschaft, Vereine und Einrichtungen vor Ort – das Zentrum stiftet damit von Anfang an Gemeinschaft und lokale Identität. Heinz Frey glaubt an die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit der ländlichen Region und kämpft für deren Wiederbelebung als Wirtschafts-, Arbeits- und Siedlungsraum. „Nicht reden, sondern handeln“ ist das Motto des Sozialunternehmers.

Die Juror:innen des Zugabe-Preises sind beeindruckt von Heinz Frey und sehen in ihm ein Role Model für das unternehmerische Vorantreiben eines sozialpolitisch hoch relevanten Themas. Das Risiko, den Beruf für diese soziale Gründung aufzugeben, hat sich gelohnt, so die Jury: Heinz Frey verändert die Gesellschaft strukturell und nachhaltig.