
Iran: Zwischen Krieg und Aufstand
Der Tod von Ayatollah Ali Chamenei nach US- und israelischen Angriffen auf Machtstrukturen Irans markiert eine historische Zäsur. Öffnet sich Raum für politischen Wandel – oder drohen neue Machtkämpfe? Und welche Rolle können Europa und Deutschland angesichts weiterer regionaler Eskalation spielen?
Der Tod von Ayatollah Ali Chamenei nach den massiven US-amerikanischen und israelischen Luftangriffen auf zentrale Macht- und Militärstrukturen Irans markiert eine historische Zäsur. Was bedeutet das Ende der jahrzehntelangen Herrschaft Chameneis für die Zukunft der Islamischen Republik? Öffnet sich nun ein Fenster für politischen Wandel oder drohen Machtkämpfe, weitere Gewalt und eine unkontrollierbare Eskalation?
Die Entwicklungen treffen vor allem die Menschen im Iran, die seit Jahren unter wirtschaftlichem Druck, internationaler Isolation und politischer Repression leben. Wie reagieren sie auf den Tod des obersten Führers und auf die Angriffe von außen? Welche Hoffnungen, Ängste oder Erwartungen prägen derzeit die Stimmung im Land?
Die Erschütterungen im Inneren des Landes wirken sich unmittelbar auf die gesamte Region aus: Iran reagierte mit Angriffen auf Israel und US-Stützpunkte in mehreren Ländern. Die Gefahr eines regionalen Flächenbrands wächst – mit regionalen und globalen Folgen für Sicherheit und geopolitische Machtverhältnisse.
Wir fragen David Jalilvand, Politikwissenschaftler und Geschäftsführer von Orient Matters, und Azadeh Zamirirad, Irananalystin und Leiterin der Forschungsgruppe Afrika und Mittlerer Osten an der Stiftung Wissenschaft und Politik: Welche Szenarien sind realistisch und wie stark erschüttert die aktuelle Entwicklung die ohnehin fragilen Machtverhältnisse im Nahen Osten? Welche Rolle könnten Europa und Deutschland diplomatisch spielen, um eine weitere Verschärfung zu verhindern?
Es moderiert Florian Bigge, Körber-Stiftung.


