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Forscher fragen: Funktionskleidung für Gebäude

Hitze und Starkregen setzen Städte weltweit unter Druck. Versiegelte Flächen speichern Wärme und lassen kein Wasser versickern. Um Städte klimaresilienter zu machen, hat Ingenieurin Christina Eisenbarth ein textiles Fassadensystem für Gebäude entwickelt, das Regenwasser aufnimmt und Städte kühlt.

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Weltweit nehmen Extremwetterereignisse wie Starkregen und Hitzewellen zu und stellen unsere urbanen Räume vor wachsende Herausforderungen. Versiegelte Flächen in dicht bebauten Städten speichern Wärme und verhindern, dass Regenwasser versickern kann. So entstehen urbane Hitzeinseln und überlastete Entwässerungssysteme. Viele Städte sind auf diese Belastungen nicht eingestellt.

Um sich an diese Veränderungen anzupassen und ihnen zugleich entgegenzuwirken, braucht es bauliche Maßnahmen im städtischen Raum. Die Ingenieurin Christina Eisenbarth hat mit HydroSKIN eine neuartige, textile Fassadentechnologie entwickelt, die an Gebäudefassaden montiert werden kann. Das ultraleichte, universell einsetzbare System speichert Regenwasser und gibt es in Hitzeperioden durch Verdunstung wieder ab. Auf diese Weise können Gebäude und Stadträume gekühlt und zugleich die Kanalisation entlastet werden.

Doch woraus besteht das Material? Wie viel Regenwasser kann es wirklich aufnehmen? Und wie realistisch ist eine flächendeckende Anwendung? Wie das textile Fassadensystem unsere Städte klimaresilienter machen könnte, diskutiert Christina Eisenbarth im Gespräch mit Johannes Büchs.

Für ihre Forschung hat Christina Eisenbarth 2025 den Deutschen Studienpreis der Körber-Stiftung in der Sektion Natur- und Technikwissenschaften erhalten. Erfahren Sie hier mehr über ihre Arbeit.