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Female Futures: Ihr Wissen, sein Ruhm

Frauen haben die Wissenschaft entscheidend geprägt, doch ihre Leistungen wurden oft ignoriert oder Männern zugeschrieben. Bis heute erfahren Forscherinnen strukturelle Benachteiligung. Warum diese Ungleichheit noch fortbesteht und was sich ändern muss, diskutieren Lena Weber und Gesine Born.

  • 70 Min.

Rosalind Franklin, Lise Meitner, Mileva Marić – nur drei von unzähligen Wissenschaftlerinnen, deren Erkenntnisse die Welt veränderten. Und doch wurden ihre Entdeckungen Männern zugeschrieben, ihre Leistungen ignoriert oder vergessen. Der Matilda-Effekt benennt genau dieses Phänomen: die strukturelle Unsichtbarkeit von Frauen in der Forschung.

Wer meint, dass dieses Phänomen der Vergangenheit angehört, irrt sich jedoch: Aktuelle Untersuchungen zeigen, dass dieses Prinzip bis heute fortbesteht – bei der Vergabe von Nobelpreisen, in der Besetzung von Professuren, in wissenschaftlichen Publikationen und öffentlichen Diskursen.

Welche Mechanismen und Dynamiken halten diese Ungleichheit aufrecht? Und wie lässt sich die Wissenschaftsgeschichte vervollständigen? Darüber spricht die Journalistin Kristina Appel mit der Künstlerin Gesine Born, deren KI-generierte Porträts vergessene Wissenschaftlerinnen ins kollektive Gedächtnis zurückholen, und der Bildungssoziologin Lena Weber, die zu Geschlechterverhältnissen in der Wissenschaft forscht.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe Female Futures. Diese adressiert die realen Folgen für Frauen in einer Gesellschaft, die in Sachen Geschlechtergerechtigkeit längst nicht am Ziel ist.