Foto: David Ausserhofer/Körber-Stiftung

3. Internationale Verständigung

Unser Stifter Kurt A. Körber war davon überzeugt, dass wir Herausforderungen und Konflikte nur bewältigen können, indem wir „miteinander“ statt „übereinander“ sprechen.
Mit unseren Projekten fördern wir daher den Austausch über politische, nationale und religiöse Grenzen hinweg. Dabei arbeiten wir national und international mit Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen. Angesichts wachsender geopolitischer Spannungen und der Erosion der regelbasierten internationalen Ordnung engagieren wir uns für eine friedliche Konfliktlösung und die Stärkung multilateraler Strukturen.

Wir bemühen uns darum, ein tieferes Verständnis für historische Ereignisse und politische Zusammenhänge zu schaffen. Wir machen sichtbar, wie die Vergangenheit unsere Gegenwart prägt und wie wir die Zukunft besser gestalten können. Zusammen mit engagierten Menschen setzen wir uns dafür ein, demokratische Werte und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.

Das Handlungsfeld Internationale Verständigung besteht organisatorisch aus den Bereichen Geschichte und Politik und Internationale Politik.

3.1 Geschichte & Politik

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten ist der größte historische Forschungswettbewerb für junge Menschen in Deutschland. Der 1973 von Kurt A. Körber ins Leben gerufene Wettbewerb will bei Kindern und Jugendlichen das Interesse und Bewusstsein für die eigene Geschichte wecken und die Fähigkeit für selbstständige Recherchen fördern. Ausgeschrieben wird der Geschichtswettbewerb zu wechselnden Themen in einem zweijährigen Turnus. Die Körber-Stiftung richtet den Wettbewerb aus und vergibt insgesamt 550 Preise auf Landes- und Bundesebene.

Unter dem Motto Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte startete am 1. September die 29. Ausschreibung. Das Ausschreibungsmagazin spurensuchen wurde parallel zum Start der neuen Wettbewerbsrunde bundesweit an alle Schulen sowie an Museen, Archive, Gedenkstätten und weitere außerschulische Lernorte verschickt. Bis zum 28. Februar 2025 können Kinder und Jugendliche, von der Grundschule bis zum Alter von 21 Jahren, auf historische Spurensuche gehen und die Geschichte von Grenzen erkunden.

spurensuchen 2024

Mit unserem Projekt EUSTORY unterstützen wir unabhängige Geschichtswettbewerbe in über 20 Ländern Europas und der angrenzenden Staaten. Das Programm lebt von der aktiven Beteiligung junger Menschen und fördert einen kritischen Umgang mit der Geschichtsschreibung sowie eine vielstimmige Erinnerungskultur. Die jährliche Konferenz des EUSTORY-Netzwerks zum Fachaustausch unterstützt das gemeinsame Engagement der Mitglieder.

Zusammen mit dem europäischen Netzwerk für historisch-politische Bildung NECE haben wir im Jahr 2024 erstmals den Bridging Gaps Award ausgeschrieben. Gesucht wurden Initiativen, die sich gegen die zunehmende Polarisierung der Gesellschaft engagieren. Aus rund 30 Bewerbungen aus 17 Ländern wählte die Jury das britische Projekt Solutions Not Sides als Gewinner aus. Beim EUSTORY Next Generation Summit in Riga setzten sich 120 junge Preisträgerinnen und Preisträger von Geschichtswettbewerben aus 23 Ländern mit Strategien zur Förderung von Dialog und Zusammenhalt auseinander. Im Rahmen unserer gesonderten Ukraine-Hilfe organisierte unser ukrainischer EUSTORY-Partner Nova Doba eine mehrwöchige Fortbildung für Lehrer sowie Workshops für binnengeflüchtete Kinder und Jugendliche.

Sonderprojekt MEMORIAL
Unsere Partnerorganisation MEMORIAL International ist die älteste und größte Nichtregierungsorganisation Russlands und Gründungsmitglied des EUSTORY-Netzwerks. 2022 wurde MEMORIAL vom Obersten Gerichtshof in Moskau verboten. Im selben Jahr wurde die Organisation mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Wir unterstützen MEMORIAL beim Aufbau eines Vereins im deutschen Exil.
Der von MEMORIAL initiierte Geschichtswettbewerb richtet sich seit 2024 an russische Kinder und Jugendliche im Exil. 80 Jugendliche und 50 Familien aus 21 Ländern nahmen in der ersten Runde des neu aufgestellten Wettbewerbs teil. Oleg Orlow, Mitgründer von MEMORIAL, sprach einen Monat nach seiner Freilassung aus russischer Gefangenschaft im KörberForum mit der Historikerin Irina Scherbakowa über zivilgesellschaftliche Protestkultur in Russland.

  • Das EUSTORY-Netzwerk ist europaweit aktiv
    Das EUSTORY-Netzwerk ist europaweit aktiv
  • Jess Brandler von der Initiative Solutions Not Sides mit dem Bridging Gaps Award 2024
    Jess Brandler von der Initiative Solutions Not Sides mit dem Bridging Gaps Award 2024 HE CIVICS Innovation Hub/Geri Lula
  • Die Teilnehmenden des EUSTORY-Summits
    Die Teilnehmenden des EUSTORY-Summits Ingus Bajars / Körber-Stiftung
  • Das Körber History Forum Retreat in Schloss Lübbenau
    Das Körber History Forum Retreat in Schloss Lübbenau alle Fotos: David Ausserhofer/Körber-Stiftung
  • Teilnehmende des Körber History Forum Retreats im Gespräch
    Teilnehmende des Körber History Forum Retreats im Gespräch
  • Beatrice Graaf und Alexey Yusupov
    Beatrice Graaf und Alexey Yusupov

In Zeiten wachsender internationaler, politischer und gesellschaftlicher Spannungen bietet der Blick auf historische Zusammenhänge eine wichtige Orientierungshilfe bei der Einordnung aktueller Konflikte. Beim jährlichen Körber History Forum sprechen Expertinnen und Experten über die Auswirkungen der Vergangenheit auf die geopolitischen Herausforderungen unserer Gegenwart.

Unter dem Titel Democracy in a New Geopolitical Era tauschten sich im Mai internationale Fachleute aus den Bereichen Geschichte, Politik, Zivilgesellschaft, Militär und Medien auf Schloss Lübbenau aus. Die Frage nach den Gründen für die weltweit wachsende Zahl von Autokratien und den abnehmenden Einfluss von Demokratien stand im Zentrum des Treffens. Auch das ePaper History Hotspot, das als Follow-up des Treffens im September erschien, nimmt die aktuelle Geopolitik aus historischer Perspektive in den Blick und untersucht, wie Demokratien auf Wendepunkte in der Geschichte reagiert haben.

Historical Thinking, Future Strategies: Democracy in a New Geopolitical Era

Neue Technologien und neue Generationen fordern uns dazu auf, unser Verständnis von Vergangenheit immer wieder zu hinterfragen. Mit unserem Programm eCommemoration schaffen wir einen Rahmen für eine vielstimmige und innovative Erinnerungspraxis. Wir laden Menschen dazu ein, mit uns Geschichte und Erinnerung erforschen und zu erproben: in Videospielen, sozialen Medien, Extended Reality und medienübergreifenden Projekten.

In Zusammenarbeit mit den Deichtorhallen Hamburg fand im Juni das XRHistory Festival statt. Mit einem Bühnenprogramm rund um Gedenken und Geschichte im digitalen Raum feiert das Festival die Vielfalt von Erinnerungskultur. Das multimediale Ausstellungsprojekt Loot. 10 Stories wurde im Rahmen des Festivals mit dem XR-History Award 2024 ausgezeichnet. Ende September fand die vierte eCommemoration Convention zum Thema Spaces of the Past in Hamburg statt. Die mehrfach ausgezeichnete Mixed-Reality-Pop-up-Installation Museum of Austerity wurde als Teil des öffentlichen Programms der Convention an drei Abenden auf Kampnagel gezeigt.

  • Teilnehmende der Convention im Austausch
    Teilnehmende der Convention im Austausch Marcel Schwickerath/Körber-Stiftung
  • Panel Gespräch auf dem XR-History Festival
    Panel Gespräch auf dem XR-History Festival
  • Podiumsdiskussion im Rahmen der Convention
    Podiumsdiskussion im Rahmen der Convention

3.2 Internationale Politik

Der Bergedorfer Gesprächskreis bringt seit 1961 in kleiner vertraulicher Runde hochrangige internationale Expertinnen und Experten zu Fragen der deutschen und europäischen Außen- und Sicherheitspolitik zusammen. Ziel des Gesprächskreises ist es, zur Verständigung in der internationalen Politik beizutragen.
Der 184. Bergedorfer Gesprächskreis zum Thema Rethinking Global Cooperation in a Non-Western World beschäftigte sich im März in Berlin mit der Zukunft der globalen Partnerschaften. Bundeskanzler Olaf Scholz, der mit den Teilnehmenden zu einem Gedankenaustausch am Vorabend des Gesprächskreises zusammenkam, betonte, dass Deutschland und Europa stabile Partnerschaften auf Augenhöhe mit den Staaten des sogenannten Globalen Südens aufbauen müssen.
Der 185. Bergedorfer Gesprächskreis im Juni in Chișinău wurde vom moldauischen Außenminister Mihai Popșoi eröffnet. Unter dem Titel Out of the Grey Zone: Ensuring Stability and Security in the Eastern Partnership Area tauschten sich die Teilnehmenden darüber aus, wie der Ukraine-Krieg die strategische Situation von Ländern in der geopolitischen Grauzone zwischen dem euroatlantischen Raum und Russland beeinflusst.
Der 186. Bergedorfer Gesprächskreis nahm die Zukunft der chinesisch-europäischen Beziehungen in den Blick. Werden China und die EU in der Lage sein, globale Herausforderungen wie den Klimawandel oder die Festlegung von Technologiestandards gemeinsam zu bewältigen? Was ist notwendig, um weitere Eskalationen im Handels- und Wirtschaftsbereich zu vermeiden? Diese und weitere Fragen diskutierten rund 50 Teilnehmende unter dem Titel Mapping Futures, Managing Expectations: Germany, the EU and China in a Shifting International Order im September in Berlin.

  • Gruppenfoto mit Bundeskanzler Olaf Scholz
    Gruppenfoto mit Bundeskanzler Olaf Scholz Guido Bergmann/Bundesregierung
  • Bogolo Joy Kenewendo und Franziska Brantner
    Bogolo Joy Kenewendo und Franziska Brantner David Ausserhofer/Körber-Stiftung
  • Eröffnungsabendessen im Bundeskanzleramt
    Eröffnungsabendessen im Bundeskanzleramt Guido Bergmann/Bundesregierung
  • Irakli Porchkhidze, Igor Munteanu, Michael Siebert und Leslie Schübel
    Irakli Porchkhidze, Igor Munteanu, Michael Siebert und Leslie Schübel alle Fotos: Ramin Mazur
  • Thomas Paulsen und Mihai Popșoi
    Thomas Paulsen und Mihai Popșoi
  • Radmila Šekerinska
    Radmila Šekerinska
  • Wolfgang Schmidt, Liu Jianchao, Thomas Paulsen
    Wolfgang Schmidt, Liu Jianchao, Thomas Paulsen alle Fotos: Sebastian Gabsch
  • Klaus Wehmeier und Anna Sauerbrey
    Klaus Wehmeier und Anna Sauerbrey
  • Niclas Kvarnström, Ulrich Sante, Yu Jie
    Niclas Kvarnström, Ulrich Sante, Yu Jie

Das Berliner Forum Außenpolitik ist eine der führenden außenpolitischen Konferenzen in Deutschland. In Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt bringt das Forum hochrangige nationale und internationale Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Regierung, Thinktanks und Medien zusammen, um außenpolitische Herausforderungen für Deutschland und Europa zu diskutieren.

Das Berliner Forum Außenpolitik 2024 wurde am 12. November von Bundesaußenministerin Annalena Baerbock eröffnet. Ein besonderer Schwerpunkt der Konferenz lag auf aktuellen Krisen und neuen Partnerschaften in einer multipolaren Welt. Eine Woche nach den US-Präsidentschaftswahlen und dem Ende der Ampel-Regierung war das Interesse an der zukünftigen Positionierung Deutschlands und den Perspektiven für das transatlantische Verhältnis besonders groß. Prominente Podiumsgäste waren der FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai, der polnische Staatssekretär Władysław Bartoszewski und Mirjana Spoljaric Egger, Präsidentin des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK). Der Livestream vom Berliner Forum Außenpolitik trug dazu bei, die Debatten der Konferenz auch einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

  • Panel auf dem Berliner Forum Außenpolitik 2024 mit Amanda Sloat, Ken Weinstein, Nils Schmid und Julia Ganter
    Panel auf dem Berliner Forum Außenpolitik 2024 mit Amanda Sloat, Ken Weinstein, Nils Schmid und Julia Ganter alle Fotos: David Ausserhofer/Körber-Stiftung
  • Annalena Baerbock und Thomas Paulsen
    Annalena Baerbock und Thomas Paulsen
  • Das Berliner Forum Außenpolitik 2024 in der AXICA in Berlin
    Das Berliner Forum Außenpolitik 2024 in der AXICA in Berlin

Unsere Veröffentlichung The Berlin Pulse vergleicht auf Basis einer repräsentativen Umfrage die außenpolitischen Einstellungen der Deutschen mit internationalen Erwartungen hochrangiger Expertinnen und Experten an die deutsche Außenpolitik. Die Ergebnisse veröffentlichen wir jährlich am Vortag des Berliner Forums Außenpolitik.

Die achte Ausgabe von The Berlin Pulse unter dem Titel Reliably Unreliable? Germany’s Struggle for Standing beinhaltet Meinungsbeiträge von Boris Pistorius, Halyna Yanchenko, Majed Al-Ansari, Hanno Pevkur und weiteren. Die Umfrage zeigt, dass 73 Prozent der Deutschen nach den US-Wahlen und dem Koalitions-Aus der Meinung sind, dass Deutschland mehr in die europäische Sicherheit investieren sollte. Dennoch sprechen sich 58 Prozent dagegen aus, dass Deutschland eine westliche Führungsrolle übernimmt, sollten sich die USA international zurückziehen.

The Berlin Pulse 2024/25

Mit der Körber Emerging Middle Powers Initiative wollen wir den Dialog zwischen Deutschland und aufstrebenden Mittelmächten fördern. Mit einer jährlichen Umfrage unter Außenpolitik-Expertinnen und -Experten trägt das Projekt zu einem tieferen Verständnis geopolitischer Sichtweisen in Ländern wie Brasilien, Indien und Südafrika bei. Begleitende Dialogformate bringen Fachleute und politische Entscheiderinnen und Entscheider aus aufstrebenden Mittelmächten und aus Deutschland zu einem aktiven Austausch zusammen.

Die erste Ausgabe des Emerging Middle Powers Report wurde anlässlich des 184. Bergedorfer Gesprächskreises im März veröffentlicht. Unter dem Titel Listening Beyond the Echo Chamber analysiert die Publikation Positionen der sogenannten IBSA-Staaten (Indien, Brasilien, Südafrika) und Deutschlands zu aktuellen internationalen Fragen. Im Fokus stehen u.a. Chinas Rolle als Global Player sowie der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Emerging Middle Powers Report 2024

Die Politischen Frühstücke verstehen sich als ein aktiver Beitrag zur außen- und sicherheitspolitischen Gesprächskultur in Berlin. Zu dem Format laden wir regelmäßig hochrangige internationale Politikerinnen und Politiker sowie Vorsitzende internationaler Organisationen ein. In vertraulicher Atmosphäre kann hier ein ausgewählter Kreis von Entscheidungsträgerinnen und -trägern über aktuelle politische Themen diskutieren.

2024 richteten wir sieben Politische Frühstücke und Hintergrundgespräche aus. Teilnehmende waren unter anderem Stanislav Secrieru, Berater für Verteidigung und Sicherheit der Republik Moldau, Anwar Ibrahim, malaysischer Premierminister, Fu Ying, ehemalige Vize-Außenministerin der Volksrepublik China, und Donika Gërvalla-Schwarz, Außenministerin der Republik Kosovo.

  • Anwar Ibrahim
    Anwar Ibrahim Körber-Stiftung
  • Donika Gërvalla-Schwarz und Nora Müller
    Donika Gërvalla-Schwarz und Nora Müller Svea Pietschmann
  • Fu Ying und Thomas Paulsen
    Fu Ying und Thomas Paulsen David Ausserhofer

Unser Programm Munich Young Leaders (MYL) ist ein gemeinsames Projekt mit der Münchner Sicherheitskonferenz. Es bietet der nächsten Generation von Entscheidungsträgerinnen und -trägern die Möglichkeit, ihre internationalen Netzwerke zu stärken und neue Impulse in den außen- und sicherheitspolitischen Diskurs einzubringen. Anlässlich der Konferenz kommen jedes Jahr 25 herausragende junge Vertretungen von Regierungen, Parlamenten, Thinktanks, Medien und Unternehmen aus der ganzen Welt zusammen.

Die Frage, welche Reformen notwendig sind, um das internationale Governance-System an die globalen Machtverhältnisse des 21. Jahrhunderts anzupassen, stand im Mittelpunkt der Gespräche der diesjährigen Munich Young Leaders. Dazu kamen sie unter anderem mit dem ghanaischen Präsidenten Nana Akufo-Addo, dem indischen Außenminister Subrahmanyam Jaishankar und der ehemaligen Sprecherin des US-Repräsentantenhauses Nancy Pelosi zum Austausch zusammen.

  • Die Munich Young Leaders 2024 mit Thomas Paulsen und Nana Akufo-Addo
    Die Munich Young Leaders 2024 mit Thomas Paulsen und Nana Akufo-Addo Jan Saurer/Körber-Stiftung
  • Hakeem Jeffries und Nancy Pelosi im Hintergrundgespräch mit den Munich Young Leaders 2024
    Hakeem Jeffries und Nancy Pelosi im Hintergrundgespräch mit den Munich Young Leaders 2024 Jan Saurer/Körber-Stiftung
  • Die Munich Young Leaders beim Annual-Meeting in London
    Die Munich Young Leaders beim Annual-Meeting in London Leo Simon/MSC

Das Körber Netzwerk Außenpolitik bietet einem festen Kreis junger Außenpolitikerinnen und Außenpolitiker die Möglichkeit, untereinander und mit internationalen Akteuren ins Gespräch zu kommen. Das Ziel des Netzwerkes ist, dass sich die Mitglieder zu außen- und sicherheitspolitischen Themen weiterbilden, Impulse einbringen und sich über institutionelle Grenzen hinweg austauschen.

Anknüpfend an den G7-Gipfel in Hiroshima im Mai 2023 ging der diesjährige Field Trip des Körber Netzwerks Außenpolitik im Mai nach Japan, um mit japanischen Gesprächspartnern und -partnerinnen über Potenziale der Kooperation zwischen den G7 und den Staaten des sogenannten Globalen Südens zu diskutieren. Die Rolle Chinas als unmittelbarer Nachbar Japans stand ebenfalls im Mittelpunkt der Gespräche des Field Trips 2024.

  • KNA mit Vertreterinnen und Vertretern der Luftwaffe am Fliegerhorst in Nörvenich
    KNA mit Vertreterinnen und Vertretern der Luftwaffe am Fliegerhorst in Nörvenich alle Fotos: Körber Stiftung
  • Gespräch mit den Abgeordneten Gen Nakatani und Minoru Kiuchi
    Gespräch mit den Abgeordneten Gen Nakatani und Minoru Kiuchi
  • Gespräch mit Mika Ohbayashi vom Renewable Energy Institute und Hiroshi Takahashi von der Hosei University
    Gespräch mit Mika Ohbayashi vom Renewable Energy Institute und Hiroshi Takahashi von der Hosei University

Das Körber Policy Game basiert auf der Idee, aktuelle Trends in der Außen- und Sicherheitspolitik in einem fiktiven Zukunftsszenario fortzuschreiben. Eine kleine Gruppe hochrangiger internationaler Expertinnen und Experten diskutiert diese Szenarien und entwickelt mögliche Optionen für politisches Handeln.

Das Körber Policy Game 2024 konfrontierte vier Teams aus Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien mit einem Szenario, in dem Europa nach einem russischen Sieg in der Ukraine immer stärker durch autokratische Akteure wie Russland, China und Iran unter Druck gerät. Die digitale Publikation From Bad to Worse: What if Russia Wins? fasst die entwickelten politischen Handlungsoptionen und Diskussionen aus dem Körber Policy Game 2024 zusammen.

From Bad to Worse: What if Russia Wins?