Photo: Claudia Höhne

16. Körber Demografie Symposium
Leere Kassen, alternde Städte – Wie bleiben Kommunen handlungsfähig?

Die Städte altern und die Versorgungsbedarfe steigen. Gleichzeitig melden Kommunen Rekorddefizite. Bürgermeisterinnen und Fachbereichsleitende überlegen sich, welche freiwilligen Leistungen gestrichen werden müssen. Wie verträgt sich der Mangel mit einem steigenden Bedarf an Teilhabe-, Präventions- und Gesundheitsangeboten? Müssen wir uns auf ein ständig sinkendes Versorgungsniveau einstellen?

Gemeinsam mit Entscheidungstragenden und Verwaltungsmitarbeitenden aus Kommunen und Landkreisen haben wir am 9. Oktober 2025 im KörberHaus in Hamburg-Bergedorf den Blick auf Geschichten des Gelingens gerichtet.

Deutsche Gemeinden haben zum Nachahmen einladende Lösungen aus ihrer Verwaltungs- und Gestaltungspraxis präsentiert. Zudem haben Expertinnen und Experten eingeordnet, wie genau es um die kommunalen Haushalte in der Bundesrepublik steht, wie sich konstruktiv mit der verworrenen Fördermittellandschaft umgehen lässt und wie Kommunen bei steigenden Bedarfen und schwindenden Mitteln handlungsfähig bleiben können.

Es wurde deutlich, dass mit Pragmatismus und einem klugen Finanzierungsmix kommunale Sozialpolitik für Jung und Alt auch in Zeiten des demografischen Wandels gelingen kann!

Kommunaler Kassensturz und Demografische Alterung

Martin Junkernheinrich, Finanzwissenschaftler und Regionalökonom, schafft einen differenzierten Überblick über die aktuelle Finanzsituation der Kommunen in Deutschland. Zudem stellt er relevante Wirkungszusammenhänge zwischen kommunalen Finanzsystemen und dem demografischen Wandel anschaulich dar.
Wie ernst ist die Haushaltslage wirklich? Geht es allen Kommunen gleich und welche Bedeutung hat die Haushaltslage für die Selbstverwaltungsautonomie?

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Kommunaler Kassensturz und Demografische Alterung
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Geschichten des Gelingens

Wie können Gemeinden trotz individueller Ausgangsbedingungen, finanzieller Herausforderungen und demografischem Wandel für alle Generationen lebenswert gestaltet werden?

Vier engagierte Bürgermeisterinnen und Bürgermeister berichten, wie sie mit Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern, kreativen Ideen und einer großen Portion Ausdauer Projekte umsetzen, die das Miteinander stärken und Lebensqualität für alle Generationen sichern – von Jung bis Alt. Dabei zeigen sie, dass kommunales Engagement weit mehr ist als Verwaltung: Es ist Gestaltungsfreude, Verantwortung und gelebte Demokratie im Alltag.

Die Podiumsgäste:
· Alexandra Gauß, Bürgermeisterin Gemeinde Windeck (NRW)
· Ferid Giebler, Bürgermeister Gemeinde Muldestausee (Sachsen-Anhalt)
· Erik Kadesch, Bürgermeister Gemeinde Mörlenbach (Hessen)
· Sandra Röse, Bürgermeisterin Gemeinde Oyten (Niedersachsen)

Moderation: Christian Erhardt-Maciejewski, Chefredakteur Kommunal

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Leere Kassen, Alternde Städte: Wie bleiben Kommunen handlungsfähig?
  • Podiumsgespräch
    Podiumsgespräch Fotos: Claudia Höhne

Förderdschungel Deutschland:
Was läuft schief und welche Lösungsansätze gibt es?

Die deutsche Förderlandschaft gleicht oft einem dichten Geflecht aus Programmen, Zuständigkeiten und komplizierten Antragswegen. Für viele Kommunen, Organisationen und Engagierte ist es eine Herausforderung, hier den Überblick zu behalten und die passenden Fördermittel zu finden.

Norma Prange, PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH, zeigt auf, wie Förderprozesse vereinfacht, besser aufeinander abgestimmt und langfristig wirksamer gestaltet werden können. So wird deutlich, wie Förderung nicht nur administrativ funktioniert, sondern echten Mehrwert für Projekte und Menschen vor Ort schafft.

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Förderdschungel Deutschland: Was läuft schief und welche Lösungsansätze gibt es?

Wien – Altersfreundliche Stadt und sorgende Gemeinschaft
Das Stadtlabor demografischer Wandel der Körber-Stiftung zu Gast an der Donau

Jährlich reisen Vertretende von deutschen Kommunen auf Einladung der Körber-Stiftung gemeinsam in eine Stadt im europäischen Ausland, welche Mitglied des WHO-Netzwerks altersfreundliche Städte ist um von dieser zu lernen.

Im Sommer 2025 führte das Stadtlabor kommunale Entscheidungstragende ins inspirierende Wien. Die Mitreisende Christine Fidancan, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berlin teilt ihre Erfahrung in einem Kurzimpuls.

  • Christine Fidancan, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berlin, über das Stadtlabor 2025
    Christine Fidancan, Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg, Berlin, über das Stadtlabor 2025 Fotos: Claudia Höhne

Workshops

Wie können trotz leerer Kassen steigende Versorgungsbedarfe abgedeckt werden? In Workshops werden verschiedenste Handlungsansätze aus der kommunalen Praxis vorgestellt und erörtert, sowie der Austausch der Kommunen untereinander gefördert.

Der ACHTSAME Bezirk – Wie können gelebte Fürsorge, gegenseitige Unterstützung und eine starke Nachbarschaft das Leben aller verbessern – auch ohne große Budgets?

mit Daniela Martos und Gert Dressel, SORGENETZ e.V.

Fördermittel interkommunal gedacht – Wie können Kommunen ihre Kräfte bündeln, um Fördermittel zu akquirieren?

mit Nadia Rinawi-Molnar, KGST – Kommunale Gemeinschaftsstelle für Verwaltungsmanagement

Wirkung trotz Mangelverwaltung – Auch mit begrenzten Mitteln kann Verwaltungshandeln spürbare Wirkung für Bürgerinnen und Bürger entfalten.

mit Christiane von Bernstorff, PHINEO – Das gemeinnützige Analyse- & Beratungshaus

  • Fotos: Claudia Höhne

Neue Wege, mehr Freiräume
Die innovative Kommune

Ein ermutigendes Abschlussplädoyer von Hermann Hill, Professor an der DUV Speyer, über das Potenzial der öffentlichen Verwaltung. Ein Appell für das Schmieden von Innovationskoalitionen zwischen Kommunen, Pragmatismus und entschlossenes Handeln.

  • Fotos: Claudia Höhne

Leere Kassen, alternde Städte - Wie bleiben Kommunen handlungsfähig?

Leere Kassen, alternde Städte

Spotlight Demografie

Spotlight Demografie

Die Reihe Spotlight Demografie behandelt Themen des demografischen Wandels in Deutschland. Die Broschüren bieten Fakten und Handlungsempfehlungen für Kommunen auf Basis aktueller Studien und Umfragen.