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Preisgekrönte Arbeiten

Über 150.700 Schülerinnen und Schüler haben sich seit 1973 mit rund 34.800 Projekten beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten beteiligt. In unserer Online-Datenbank können Sie über 5.200 preisgekrönte Wettbewerbsarbeiten recherchieren, die im Archiv der Körber-Stiftung für Forschungszwecke bereitgehalten werden

Nach dem Einmarsch der sowjetischen Truppen in Afghanistan leisteten die Spieler der afghanischen Fußballnationalmannschaft 1980 offenen Widerstand gegen die politische Instrumentalisierung ihres Sports und mussten anschließend aus dem Land flüchten. Der Paderborner Unternehmer Josef Peitz und der von ihm geführte Fußballverein TuS Neuhaus setzten sich erfolgreich dafür ein, dass die Sportler in Paderborn eine neue Bleibe fanden. Simon Große-Bley und Malin Käter recherchierten in drei verschiedenen Archiven und interviewten zwei der damals Geflohenen. In ihrem schriftlichen Beitrag schildern sie die politischen und sportlichen Hintergründe und zeichnen die Fluchtgeschichten der Fußballer nach. Außerdem analysieren sie die Verflechtung von politischen und sportlichen Motiven in Afghanistan, Deutschland und Paderborn – denn der TuS Neuhaus engagierte sich nicht nur politisch und humanitär, sondern wollte durch die Aufnahme der afghanischen Nationalspieler den eigenen sportlichen Aufstieg befördern.

Im Jahr 1893 wurde in Berlin mit dem ›Charlottenburger Damen-Schwimmverein Nixe e.V.‹ von fünf Frauen der erste deutsche Frauenschwimmverein gegründet. In ihrer schriftlichen Arbeit zeigen Carolin Brienen, Hans Frei Heitmüller und Jonathan Schierig am Beispiel des Vereins, in dem Carolin Mitglied war, die emanzipatorische Wirkung von Sport auf die Gesellschaft auf. Die Teilnehmenden gehen hierzu epochenübergreifend der Geschichte des Vereins sowie emanzipatorischen Prozessen in der Gesellschaft vom Kaiserreich bis heute nach. Den Schwerpunkt setzten sie auf die rückständigen Entwicklungen während des NS-Regimes. Das Team forschte in mehreren Archiven und Museen und führte ein Experteninterview mit dem Sporthistoriker Dr. Berno Bahro. In ihrem Beitrag ziehen die Drei immer wieder Vergleiche und Rückschlüsse von dem Verein auf emanzipatorische Prozesse in der Gesellschaft.

Die internationale Friedensfahrt war ein Amateurradrennen zwischen 1948 und 1990. Seit 1952 war die DDR neben Polen und der Tschechoslowakei Mitveranstalter und somit Start-, Etappen- oder Zielort. Ausgehend von ihrer persönlichen Begeisterung für den Radsport entschied sich Anne Grabo, die Verbindung des Radrennens mit der politischen und gesellschaftlichen Situation der DDR zu untersuchen. In ihrem schriftlichen Beitrag zeigt die Zehntklässlerin die Instrumentalisierung der Friedensfahrt sowohl für die innenpolitische als auch für außenpolitische Anerkennung der DDR in den 1950er und 1960er Jahren auf. Der gewählte Zeitraum ergibt sich aus der erstmaligen Teilnahme eines DDR-Sportlers an der Friedensfahrt und der Erlaubnis zur Teilnahme an olympischen Sommer- wie Winterspielen mit einer eigenen Mannschaft. Neben der Recherche von Fachliteratur und Archivmaterialien führte die Schülerin auch mehrere Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Die Isaak Emil Lichtigfeld-Schule wird unter der Trägerschaft der Jüdischen Gemeinde Frankfurt geführt. Zwei ihrer Schüler, Elias Sauer und Héctor Pio-Rendón Gutmann, haben sich mit der Geschichte des Schulsportvereins Philanthropin, der 1921 an ihrer Schule gegründet wurde, beschäftigt. Die Zehntklässler gehen in ihrem Dokumentarfilm der Frage nach der Bedeutung von jüdischen Sportvereinen in den 1920er und 1930er Jahren nach. Sie beschäftigen sich zunächst mit den Vereinsanfängen, in der der Schulsportverein Philanthropin ein Ort des geselligen Beisammenseins und des sportlichen Zusammenhalts war. Gegründet wurde er, so die Autoren des Beitrages, zur Verbesserung der Gesundheit der Schülerschaft. Diese sollten zu starken Menschen erzogen werden, die zur Emanzipation des Judentums in Deutschland beitragen sollten. Mit der Verschlimmerung der Situation von Juden in Frankfurt und in ganz Deutschland entwickelte sich der Verein jedoch immer mehr zu einer Heimstätte von Unterdrückten und Verfolgten. Die Mitgliederzahlen explodierten und die zionistische Bewegung wurde auch im Sportverein immer populärer. 1942 wurde der Verein von den Nationalsozialisten schließlich ganz aufgelöst.

Lange Zeit galt Tennis als ein Sport der wohlhabenden und privilegierten Bevölkerungsteile. Auch der Tennisclub Ochtrup stellt seine Entwicklung in Selbstdarstellungen unter die Überschrift »Vom Privileg zum Breitensport«. In ihrem schriftlichen Beitrag analysiert Hanna Reehuis die Entwicklung ihres lokalen Sportvereins und kontrastiert sie mit der Wahrnehmung und Entwicklung des Tennissports in der Bundesrepublik. Sie schildert die Ochtruper Entwicklung von der Abteilung einer exklusiven bürgerlichen Gesellschaft zum Verein für Freizeit- und Jugendsport und fragt nach den Reaktionen der vormals privilegierten Mitglieder auf diese Öffnung. Dazu interviewte sie sechs Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und recherchierte ausgiebig nach Material zur Vereinsgeschichte. Da sie in öffentlichen Archiven nicht fündig wurde, sichtete sie private Sammlungen und förderte neue Quellen für das Vereinsarchiv zutage, die sie erstmals ordnete und auswertete.

Das Staatsgebiet der ehemaligen DDR kann mit keinem einzigen Hochgebirge glänzen – dennoch träumten viele DDR-Sportlerinnen und -Sportler vom ultimativen Gipfelstieg und fanden Mittel und Wege, um ihren Traum zu realisieren. Denn Wandern und Bergsteigen waren als Volkssport sehr beliebt. Viele Kletterbegeisterte zog es in die Sächsische Schweiz und auch das Erzgebirge sowie der Harz waren begehrte Reiseziele. Anhand von Gesprächen mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus dem Bereich des Alpinismus und der dazugehörigen Fachliteratur ging Julia Keller den risikoreichen Expeditionen der DDR-Sportlerinnen und Sportler auf die Spur. Dabei stellte die Elftklässlerin fest, dass für besonders enthusiastische Bergsteigende sogar die strengen Einreisebeschränkungen im DDR-Regime kein Hindernis darstellten: Sie reisten mit Transitvisen ins Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ein, um dort außerhalb der staatlichen Kontrollen Bergtouren zu machen.

Das Stadtbad Bochum wurde 1952 eröffnet, 1988 geschlossen und 1998 abgerissen. Aufgrund seiner persönlichen Bindung zum Schwimmsport in der DLRG und anlässlich des 700jährigen Geburtstags der Stadt Bochum erforschte Alexander Lueg die Geschichte des Bads. Die entstandene Website gliedert sich in drei Teile: die Bedeutung des Bads für die Bochumer Gesellschaft, eine Zeitleiste und persönliche Geschichten. Der Elftklässler interviewte mehrere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, erhielt von ihnen weiteres Material und nutzte Literatur sowie Zeitungsartikel. Das Stadtbad wurde nach dem Zweiten Weltkrieg mit bädertechnischen Neuerungen wiederaufgebaut, 1953 fanden dort die ersten Deutschen Schwimmmeisterschaften statt. Der Schüler zeigt, wie Bad und Stadtgesellschaft mit der Zeit zusammenwuchsen: 10 Jahre kämpften die Bochumerinnen und Bochumer vergeblich für ihr Bad. Auf der Website können weiterhin Erinnerungen geteilt werden, der Verfasser sammelte bereits die Anekdoten von Komiker Hennes Bender und Politiker Norbert Lammert ein.

Die Eltern von Elisa Ela Arslan sind beide bei der Ausgrabungsstätte der ›Polis Assos‹ aus der Zeit der Antike als Archäologen in führenden Positionen tätig. Daher verbrachte die Schülerin einen Großteil ihrer Kindheit sowie nahezu jeden Sommer in der Türkei bei den Ausgrabungen. Für den Geschichtswettbewerb erforschte die Teilnehmerin, wie Bildung in der Antike durch Sport geprägt wurde und wie sich der Sport im Stadtbild anhand der Gebäude einer antiken Polis wiederfindet. Dies untersuchte die Autorin in ihrer schriftlichen Arbeit exemplarisch anhand der ihr bekannten Stadt Assos mit einem Fokus auf die Bedeutung des Gymnasions sowie weiterer Orte des Sports im Zentrum antiker Städte. So versucht die Zwölftklässlerin eigenständig die damalige Bedeutung des Sports von der Kindheit bis zum Tod nachzuvollziehen. Die Verfasserin recherchierte mithilfe des ›Karlsruher Virtueller Katalog‹ sowie der ›Zenon-Suchmaschine‹ vom Deutschen Archäologischen Institut.

Thore Surburg wohnt in direkter Nachbarschaft zu einem Segelflugplatz in Spandau, sah dort jedoch noch nie Segelflugzeuge fliegen. Nach einer ersten Kontaktaufnahme mit dem ›FTV Spandau 1924 e.V.‹ war sein Thema für den Geschichtswettbewerb gefunden. In einem schriftlichen Beitrag zeichnet der Schüler die Vereinsgeschichte seit dessen Gründung 1924 bis heute nach. Den Fokus legt er dabei auf die Jahre 1950-1961 und auf die Neugründung des Vereins nach dem Zweiten Weltkrieg, die trotz eines Segelflugverbots über West-Berlin erfolgte. Auch heute gilt über der Stadt Berlin ein Segelflugverbot. Der Autor untersucht, wieso der Verein trotzdem weiterbestand und besteht. Dazu führte er Zeitzeugeninterviews, ein Experteninterview und recherchierte im Landesarchiv Berlin. Der Zehntklässler resümiert, dass der Zusammenhalt zwischen den Mitgliedern zum Fortbestand des Vereins führte.

Es gibt nichts Schöneres als die Welt von oben«, beginnt Yara Kim Kiefer ihre historische Kurzgeschichte. Der Text beschäftigt sich mit den ersten Damenflugmeisterschaften 1930 in Bonn-Hangelar. Bei ihren Archivrecherchen stieß die Schülerin auf die Fliegerin Else Kocher. Kocher gewann den Geschicklichkeitsflug bei jenen Meisterschaften. Aus der Perspektive der Sportlerin erzählt die Elftklässlerin, wie das Sportereignis ablief und wie Kocher es erlebte. Mithilfe von Programmheften, Zeitungsartikeln, überlieferten Zeitzeugenberichten, Fotos und Fachliteratur zeigt die Schülerin die damals noch brüchige Akzeptanz von Frauen im Flugsport. Die Förderung des Sports aus öffentlichen Mitteln war verboten. »Letztendlich bin ich doch nur ein Mädchen aus Mannheim. Ich weiß nicht, ob dieser Tag der Welt etwas bedeuten wird, aber für mich bedeutet er die Welt«, schreibt die Schülerin aus Sicht der Protagonistin.

»Frauenboxen – Ausdruck von Emanzipation oder nettes Beiwerk einer Männerwelt?« Dieser Frage gingen Jeremias Loghis, Paul Mai und Elias Vollmer in ihrem schriftlichen Beitrag nach. Die Entwicklung und den gesellschaftlichen Umgang mit Frauen in dieser Sportart beleuchteten die Schüler am Beispiel von Deutschlands erfolgreichster Boxerin Regina Halmich, die, wie die Teilnehmer, aus Karlsruhe stammt. Dazu hatten die Teilnehmer Zugriff auf das Privatarchiv der Familie Halmich, recherchierten im Stadtarchiv und führten Zeitzeugeninterviews mit der Sportlerin selbst, sowie aktuell aktiven Boxerinnen. Zur Beantwortung ihrer Fragestellung analysieren die Autoren die sportliche Biographie der Profiboxerin auf Stereotype im Geschlechterverhältnis sowie die Rolle des Sports für die Frauenemanzipation in der Gesellschaft. Sie resümieren, dass Frauenboxen zwar noch keine Gleichberechtigung zum Männerboxen erreicht hat, aber durch emanzipatorische Bewegungen nicht als Beiwerk beschrieben werden kann.

Wer von der rheinländischen Karnevalstradition der Funkenmariechen hört, denkt im ersten Moment wohl nicht daran, dass es sich traditionell um einen Männersport handelte. Während des Nationalsozialismus verboten, gab es in der Nachkriegszeit in Siegburg eine kurze Renaissance der männlichen Tanzmariechen, die jedoch heute als weitgehend vergessen gilt. Olivia Sokolowski und Adrian Szypryt Abillera untersuchen in ihrem Beitrag in Form einer digitalen Präsentation mit Videos, Fotos und Texten die Geschichte dieses Siegburger Tanzsports und ziehen den Vergleich mit Köln heran. Die Gründe für das Verbot durch das NS-Regime werden dargestellt und eingeordnet. In den Schlussfolgerungen wird die Frage nach Geschlechterrollen und der männlichen Dominanz im Karneval diskutiert. Eine Bandbreite an Quellen reicht von Interviews mit Experten, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und Archivfotos bis hin zu einem Wochenschaubericht.

Mit Fußball unter französischen Kriegsgefangenen während des Zweiten Weltkriegs beschäftigten sich sieben Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums in Eberswalde und der Evangelischen Schule Neuruppin. Sie befragten dazu Historiker und Zeitzeuginnen, recherchierten in Archiven und Museen und studierten Fachliteratur. Für viele Inhaftierte im Stalag III, dem größten Kriegsgefangenenlager Brandenburgs, sowie in verschiedenen Arbeitskommandos wurde der Sport zur Ausflucht aus dem harten Lageralltag. Die Lagerbetreibenden ließen die Gefangenen zum Zweck der Effizienzsteigerung durch psychische Entlastungen und physische Kräftigung gewähren. Dabei jedoch, so dokumentieren die Schülerinnen und Schüler in ihrem Dokumentarfilm, wurden je nach Herkunft der Gefangenen große Unterschiede gemacht: Während es den französischen Kriegsgefangenen erlaubt war, sich in Mannschaften zu organisierten, war den sowjetischen Gefangenen der Zugang zum Sport untersagt.

Der Onkel von Theresa Gurlit ist leidenschaftlicher Fußballfan und gern gesehener Gast bei Fan clubs und im Stadion. In seiner Kindheit hatte er selbst keine Möglichkeit, Fußball zu spielen oder andere Sportarten zu trainieren, da es für Menschen mit dem Down-Syndrom in den 1960er Jah ren in Bremen keine Sportangebote außerhalb ihrer Schulen gab. Diese Familiengeschichte inspirierte die Schülerin zur Erforschung der Geschichte des Behindertensports und der Inklusion von Menschen mit Behinderungen im Vereinssport. Sie recherchierte zur Geschichte der Special Olympics und verschiedener Verbände in Münster und Nordrhein-Westfalen. Ihre schriftliche Arbeit zeigt eine lange Tradition spezieller Sportangebote für körperlich beeinträchtigte Menschen, 29 die teilweise in Verbindung mit den ›Kriegsversehrten‹ des Zweiten Weltkriegs gefördert wurden. Eine wirkliche Offenheit für unterschiedliche Arten von Behinderungen oder gemeinsames Trainieren steckt nach Meinung der Teilnehmerin aber noch in den Kinderschuhen.

In Anna Pajdakovics schwäbischem Heimatort Haiterbach ist der Sportverein ›Komušina Haiterbach e.V.‹, der Anfang der 1970er Jahre von jugoslawischen Gastarbeitern gegründet wurde, fest in der Kleinstadt verwurzelt. Die Schülerin untersuchte in ihrem Beitrag anhand des Sports und der Rolle des Vereins in der Zuwanderergesellschaft von den Anfängen der BRD bis heute, wie ihre Heimatstadt die Migration und Integration jugoslawischer Gastarbeiter bewältigte. Dafür recherchierte die Teilnehmerin im Vereinsarchiv, einem kirchlichen Archiv und befragte mehrere Zeitzeugen mit kroatischen Wurzeln. Nach der Nachzeichnung der Geschichte des Vereins, forschte die Verfasserin zur integrativen Wirkung des Sports in die örtliche Gesellschaft und wie aus dem einstigen Fußball-Gastarbeiterclub einer der erfolgreichsten Basketballvereine Baden-Württembergs wurde. Ihre Erkenntnisse hielt die Autorin schriftlich sowie in einem als Podcast aufgezeichneten Zeitzeugeninterview fest.

In einem Hörstück geht Tobias Dobmann der Legende nach, nach der sein Onkel Sepp Mayer vom NS-Regime mit seiner gesamten Fußballmannschaft in die SS eingezogen wurde. Durch seine Recherchen im ›Haus der Wannsee-Konferenz‹ sowie den Landes- und Stadtarchiven Stuttgart wurde dem Schüler klar, dass eine sogenannte ›Eliteeinheit‹ wie die SS kaum eine gesamte Mannschaft eingezogen hatte. Die Legende war über die Zeit entstanden, um die positiven Erinnerungen an ›Onkel Sepp‹ nicht von seiner Zugehörigkeit zur SS zu überschatten. Daraufhin beschloss der Teilnehmer, diese Familiengeschichte in den historischen Kontext der Verbindung von Sport und SS einzubetten. In dem Hörstück lässt der Teilnehmer dafür sowohl seine Verwandten als auch mehrere Expertinnen und Experten zu Wort kommen. Der Neuntklässler resümiert, »dass Sport zwar Gesellschaft machen kann, dass aber auch gesellschaftliche Ideologien den Sport vereinnahmen können«.

Die DDR kämpfte lange Zeit um politische Anerkennung – auch deshalb war es wichtig für sie, international durch sportliche Erfolge herauszustechen. Elisabeth Annelie Beier ist der Frage nachgegangen, wie sich der harte politische Wettkampf auf die Motivation der Sportlerinnen und Sportler auswirkte. Dabei analysierte die Neuntklässlerin anhand zweier Fallbeispiele die Triebkräfte, die die Leistungssportlerin Kerstin Knabe und der Leistungssportler Bogdan Musiol in ihren Erfolgen voranbrachten. In ihrem Beitrag beschreibt sie die Ambivalenz zwischen der Selbstverwirklichung im Sport und der Instrumentalisierung durch den Staat. Letztere zeigte sich vor allem durch Privilegien und Sanktionsandrohungen bei staatskritischen Aktionen. Die Schülerin kommt zu dem Schluss, dass für die Athletinnen und Athleten die politischen Aspekte ihrer Sportkarriere eine untergeordnete Rolle spielten und sie sich stattdessen auf die eigenen Erfolge konzentrierten, ohne sich politisch zu involvieren.

Bereits zum zweiten Mal nahmen Ministrantinnen und Ministranten einer Homburger Kirchengemeinde am Geschichtswettbewerb teil. So ungewöhnlich wie die Gruppe ist auch ihr diesjähriges Thema. Wer weiß schon, dass es eine eigene saarländische Auswahl gab, die 1952 an den Olympischen Spielen in Helsinki teilnahm? Da das Saarland erst 1957 zu einem deutschen Bundesland wurde, hatte der autonome Kleinstaat in den Jahren zuvor neben eigener Hymne und Fahne eben auch eigene Nationalmannschaften und ein Nationales Olympisches Komitee. Durch die Verschärfung der Corona-Regeln musste die Gruppe ihr ursprünglich geplantes Filmprojekt mit Spielund Interviewszenen verwerfen. Stattdessen entstand in Kleingruppen und Videokonferenzen eine multimediale Ausstellung mit Plakaten, Film- und Audioclips, die im Frauenbüro der Stadt Homburg coronagerecht gezeigt werden konnte.

Bereits kurz nach der Machtübernahme 1933 begann das NS-Regime wurden Jüdinnen und Juden aus etablierten Sportvereinen gedrängt. Um ihren Sport weiterhin trainieren zu können, blieb ihnen meist nur die Gründung eigener Vereine, die von den Nationalsozialisten einige Jahre geduldet wurden. Zu diesen gehörte der Sportbund ›Schild‹ des Reichsbunds jüdischer Frontsoldaten und seiner Mitgliedervereine. Marlene Remberg analysiert in ihrem schriftlichen Beitrag anhand der Bentheimer Ortsgruppe des ›Schild‹-Verbandes, wie sich diese organisierten und in der Anfangszeit um eine Gleichstellung mit nicht-jüdischen Sportvereinen bemühten. Aus Briefen und Postkarten rekonstruiert sie nicht nur die Aufrechterhaltung des Trainings- und Wettkampfbetriebs bis 1937, sondern auch soziale Elemente des Vereinslebens wie Ausflüge oder Feiern. Die Verfasserin zeichnet zudem die Lebens- und teilweise Fluchtwege der aktiven Vereinsmitglieder nach, über die sie in den umfassend recherchierten Quellen ausreichend Informationen fand.

Heute funktioniert Sport als integratives Mittel. Doch war das schon immer so? Ausgehend von dieser Frage verfasst Jakob Schilling einen schriftlichen Beitrag über das sportliche Engagement seines jüdischen Urgroßvaters Jakov Burlin in der zweiten polnischen Republik zwischen den beiden Weltkriegen. Jakov Burlins Leben war vielfach geprägt von Ausgrenzung durch den gesellschaftlichen Antisemitismus und jüdische Sportvereine dienten zu dieser Zeit der eigenen Identitätsbildung, sodass auch Burlin Mitglied des sozialistisch-zionistisch ausgerichteten Clubs ›HaShomer Ha Zair‹ wurde. Jakob Schilling greift für seinen Beitrag auf vorherige familienhistorische Forschungen und Gespräche mit Expertinnen und Experten aus internationalen Gedenkstätten und Archiven zurück. Mithilfe seiner Russischkenntnisse gelingt ihm die Deutung vieler Originalquellen. Der Schüler resümiert, dass Sport damals eine Möglichkeit war, eine eigene, selbstbewusste Identität innerhalb der eigenen Gruppe aufzubauen und ein Zugehörigkeitsgefühl zu entwickeln. Für Jakov Burlin und seine Kameraden ging es nach Meinung des Schülers aber nie um die Integration in die polnische Gesellschaft, sondern um ein würdevolles, selbstbehauptetes Leben in einem oft als feindselig und ablehnend empfundenen Umfeld.

Der Ausschluss von Sportlerinnen und Sportlerin von den Olympischen Spielen 1936 ist das Thema des Videobeitrags von 13 Schülerinnen und Schülern. Ins Zentrum stellen sie die Biografie von Wilhelm Rose, der als vielversprechender und engagierter Kanut am Auswahlverfahren für den Olympiakader teilnahm. Die Teilnehmenden gehen der Frage nach, inwiefern Roses Lippen-Kiefer-Gaumenspalte die Entscheidung gegen ihn als Olympiasportler beeinflusste. Sie nutzten schriftliche Quellen und führten ein Interview mit Günter Rose, dem Großvater eines Teilnehmers und Vaters von Wilhelm Rose. Mit diesem mündlichen Bericht gehen sie kritisch um und ordnen ihn mit Fachliteratur ein. Die Teilnehmenden schlussfolgern aufgrund ähnlicher Ausschlussfälle für die Olympischen Spiele 1936, dass Menschen mit besonderen körperlichen Merkmalen von den Nationalsozialisten diskriminiert wurden und ihnen oft der Zugang zu öffentlichkeitswirksamen Karrieren verwehrt blieb. Mit einem Appel gegen Bodyshaming beenden sie ihr Video.

1934 kommt es in Hamburg zum wahrscheinlich größten Kampf der Boxgeschichte, zumindest bezogen auf die Zuschauermassen. Mindestens 80.000 Menschen verfolgten die Begegnung der Schwergewichtsprofis Max Schmeling und Walter Neusel unter freiem Himmel. Für die Nationalsozialisten war der Kampf der zwei damals erfolgreichsten deutschen Boxer ein willkommenes Propagandainstrument. Die SA fungierte als Ordnungsdienst und der ›Reichssportführer‹ eröffnete den Kampf. Lilly Woelke und Narada Grosser beschreiben in einem halbstündigen Podcast und einer ausführlichen Begleitschrift die Organisation des Kampfes und seine Nutzung für die politische Propaganda. Sie fragen nach den Motiven der Protagonisten und zeigen die zwiespältige Haltung Schmelings zur Vereinnahmung durch das NS-Regime. Für den Audiobeitrag nutzten sie seltene deutsche und britische Tonaufnahme aus den 1930er Jahren und dokumentierten die dazu gehörige Recherche in Archiven in ganz Deutschland.

Als deutlich wurde, dass bei der Fußballweltmeisterschaft 1974 die Nationalmannschaft der DDR gegen den Gastgeber BRD antreten würde, war die Spannung groß. Die politische Brisanz dieser Begegnung wurde im geteilten Deutschland unterschiedlich wahrgenommen. Am Ende schlugen die Außenseiter aus der DDR den ›Klassenfeind‹ mit 1:0. Katharina Hofbauer und Lara Felicia Niedt beleuchten dieses Ereignis in einem 30-minütigen Video. Aus mehreren Perspektiven beschreiben sie die Sichtweisen auf die Partie und die politischen Instrumentalisierungen. Der Kern der Arbeit sind neben einem Pressebericht vor allem verschiedene Interviews mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen aus Ost- und Westdeutschland. Einen regionalen Bezug stellen die Siebtklässlerinnen durch Wolfgang Overath her. Der aus Siegburg stammende Ex-Nationalspieler stand damals mit auf dem Feld. Die Schülerinnen arbeiten abschließend heraus, dass die Wahrnehmungen und Inszenierungen des Spiels in der DDR und der BRD sehr unterschiedlichen waren.

Nürburgring und Hockenheimring sind feste Begriffe im internationalen Motorsport. Aber der Sauerlandring? Vielleicht hätte es auch dieser Name bis in die Welt der Formel 1 geschafft, wenn Karl von Wendt mit seiner Idee erfolgreich gewesen wäre. Ende der 1960er Jahre plante der Rennfahrer und Unternehmer eine große Rennstrecke im Hochsauerlandkreis. Das Projekt scheiterte jedoch bereits in der Planungsphase. Tim Hohage wertete den Nachlass von Wendts im Archivamt des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe aus und führte zwei Interviews mit Personen aus dem Umfeld des ›Rennbarons‹. In seiner schriftlichen Arbeit verbindet er seine biografische Forschung mit der Sport- und der Wirtschaftsgeschichte der Bundesrepublik, war die Rennstrecke doch auch als Mittel zur Förderung des Strukturwandels und Tourismus im Sauerland geplant. So zeigt der Schüler, wie eng besonders der Motorsport mit wirtschaftlichen und politischen Interessen verflochten war.

Bei einer Erkundung der Rendsburger Innenstadt stieß die Projektgruppe aus sieben Schülerinnen und Schülern auf einen Wegweiser, auf dem Rendsburgs Partnerstädte abgebildet sind – und somit auf ihr Thema für den Geschichtswettbewerb: Mit drei der Partnerstädte ist ihre Heimatstadt seit über 40 Jahren durch gemeinsame Jugendspiele verbunden. Durch erste Recherchen fanden die Teilnehmenden heraus, dass der ehemalige Name ›Internationale Jugendspiele‹ in ›Europäische Jugendspielen Rendsburg‹ geändert wurde. Nach einer Änderung des Logos fanden sich auf diesem EU-Sterne. Mit der kritischen Frage »EU first?« recherchierte die Gruppe im Stadtarchiv, ob der neue EU-Fokus des Sportereignisses Nicht-EU-Länder ausschließt, und befragte hierzu Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Ihre Ergebnisse bereiteten die Schülerinnen und Schüler in einer PowerPoint-Präsentation auf, in der sie sowohl Argumente für als auch gegen ihre Forschungsfrage präsentieren.

Mia Teresa Lehmann, Anna Back und Emily Hubbard-Ford entwickelten auf Grundlage von Archimaterialien und Fachliteratur eine fiktive Zeitungsausgabe mit der Frage, welche Bedeutung der Tennissport für die deutsche Gesellschaft zwischen 1876-1931 hatte. Die Elftklässlerinnen versetzen sich dazu gedanklich in das Jahr 1931 und klären über Fragen wie ›Wieso erfuhr Tennis im 19. Jahrhundert so viel Zuspruch und Verbreitung? ‹ oder ›Weshalb wurde der Tennissport Mitte der 1920er Jahre erst wieder populär?‹ auf. Auch die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf den Sport und das veränderte Frauenbild im Tennissport werden beleuchtet. Mit vielfältigen Formaten wie fiktiven Leserbriefen, historischen Zeittafeln oder kunsthistorischen Bildanalysen gelingt den drei Schülerinnen ein multiperspektivischer Blick auf die gesellschaftlichen Zusammenhänge zwischen (Tennis-)Sport und Gesellschaft.

Die Olympischen Spiele der Neuzeit werden seit 125 Jahren veranstaltet. Den Wandel von Gesellschaft und Politik in diesem Zeitraum untersuchte Raphaela Gläseker anhand von neun erfolgreichen olympischen Sportlerinnen und Sportlern aus ihrer Heimatstadt Münster. Die Schülerin schildert deren sportlichen und beruflichen Lebenswege und geht auf die politischen Umstände der jeweiligen Olympiateilnahme ein. Dafür nutzte sie Chroniken und Fachliteratur, aber auch private Unterlagen aus den persönlichen Sammlungen der Athletinnen und Athleten. Die Arbeit beschreibt, wie die politischen Rahmenbedingungen private und sportliche Biografien prägten und veränderten. Gleichzeitig analysierte die Schülerin, welche Themen die Olympischen Spiele selbst auf die Agenda setzten, etwa im Verhältnis von Profi- und Amateursport oder beim Thema Umwelt und Nachhaltigkeit. Die Achtklässlerin plädiert für eine sichtbare Erinnerung an den Ersten Münsteraner Olympiasieger, den Turner Carl Schuhmann.

Friedrich Frien, ist großer Fußballfan – sein Lieblingsverein: Die SG Dynamo Dresden, einer der erfolgreichsten Fußballvereine der DDR. Weil rund 30 Jahre nach dem Mauerfall der Einfluss politischer Institutionen auf den Verein noch immer nicht aufgeklärt ist, forscht und fragt der Zehntklässler nach: bei ehemaligen Dynamo-Spielern, in Literatur über den Staatssicherheitsdienst der DDR und in Gesprächen mit der Familie. Dabei findet er heraus, dass Kritik an den Verbindungen, besonders zu den bewaffneten Organen der DDR, vor allem aus den Fanreihen, nicht aber vom Verein selbst kam und kommt. So wurde zum Beispiel die Anonymität im Stadion genutzt, um scharfe Kritik am politischen System zum Ausdruck zu bringen – und das, obwohl die SG Dynamo Dresden eigentlich als Vorbild die Bevölkerung zur Systemtreue anhalten und Identifikation mit dem DDR-Staat fördern sollte. Der Gymnasiast wünscht sich eine lückenlose Aufarbeitung der Vereinsgeschichte der SG Dynamo Dresden.

Erst seit 1967 werden Jungen und Mädchen im Gymnasium Blankenese gemeinsam unterrichtet. Anfang der 1970er Jahre gab es zahlreiche Umbrüche in der Schulpolitik und den Lehrplänen der Hansestadt Hamburg. Fünf Schülerinnen und Schüler sind der Frage nachgegangen, wie sich diese Änderungen auf die Unterrichtspraxis in den Turnhallen ihrer Schule und auf das Verhältnis der damaligen Schülergeneration zum Sportunterricht ausgewirkt haben. In einer detaillierten Auswertung der Lehrpläne zeigen sie die pädagogische Erneuerung des Sportunterrichts, der ab 1972 zudem auch nicht mehr Leibeserziehung hieß. Um zu erfahren, wie der Lehrplan umgesetzt wurde und ein Gefühl für die Körper- und Geschlechterbilder der damaligen Schülerinnen und Schüler zu bekommen, führte die jahrgangsübergreifende Gruppe eine Umfrage unter den ersten gemischten Schuljahrgängen durch. Sie befragte einige Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ausführlichen Interviews und verglich deren Erfahrungen mit denen ihrer eigenen Generation.

Schach ist Spiel, Wettkampf, Denktraining, Spaß und Zeitvertreib zugleich. Johannes Gärtner ist selbst aktiver Schachspieler und erforschte die Geschichte des Schachs. Dabei fragt er in seinem schriftlichen Beitrag nach der Veränderung der gesellschaftlichen Bedeutung, nach dem Stellenwert des Schachs in Mainz und nach der Entwicklung zu einem ›richtigen‹ Sport. In der Hofkultur des Spätmittelalters war das Schachspielen ein gesellschaftliches Muss, vor allem bei Rittern. Die weitere Geschichte des Schachs zeigt der Schüler mithilfe von Fachliteratur und der Befragung von Experten. Zudem vergleicht der Neuntklässler das Mainzer Hoffest 1184 mit den Chess Classic, die von 2001 bis 2010 in Mainz stattfanden. Beide Veranstaltungen trugen zur Verbesserung des gesellschaftlichen Stellenwerts des Schachs bei. Dazu interviewte der Schüler Hans-Walter Schmitt, den Organisator der Chess Classics. »Mainz ist mehr als Gutenberg, Fastnacht und Fußball«, stellt der Teilnehmer fest.

Lisabeth Geske beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der Veränderung der Frauenrolle ab dem 19. Jahrhundert und der Entwicklung des Frauenfußballs ab dem 20. Jahrhundert in Deutschland. Anhand des konkreten Beispiels ihres Heimatdorfes Schröck und seiner Umgebung erläutert sie außerdem die Entwicklung seit Aufhebung des Frauenfußballverbots 1970. Die Elftklässlerin interviewte für ihre Recherche Frauen verschiedener Frauenfußballgenerationen, Fußballtrainer und Vereins-Pressesprecher aus ihrer Umgebung. Anhand von Fachliteratur, Archivmaterialien und der ausgewerteten Interviews beschreibt sie die Veränderungen im gesellschaftlichen Umgang mit Frauenfußball und stellt fest: Inzwischen ist klar, dass Frauen Fußball spielen können! Doch das war nicht immer so. Der Blick in die Geschichte zeigt der Schülerin auch, dass Unterschiede in der Spielart zwischen Frauen- und Männerfußball inzwischen weniger betont und bewertet werden als in ihren Anfängen.

Ein Blick in die Vergangenheit verdeutlicht, dass ein homophobes Klima in der frühen bundesrepublikanischen Geschichte vorherrschte. Schwule Sportler wurden strafrechtlich verfolgt und auf andere Weise herabgewürdigt. Obwohl die gesellschaftliche Atmosphäre seit den 1970er Jahren toleranter wirkt, zeigt sich im Jahr 2021, dass kein offen homosexueller Fußballer in einer der deutschen Profiligen der Männer spielt. Ein Bild, das sich im Freizeitsport anders zeigt. Am Beispiel der Kölner Sportszene untersuchen die fünf Mitglieder des Geschichts-Leistungskurses die historische Entstehung der Homophobie und den Wandel im Umgang mit Homosexualität im Sport. Dafür führten sie für ihren Text Interviews mit Mitgliedern der Freizeitvereine SC Janus und Cream Team Cologne und analysierten aktuelle wissenschaftliche Literatur und Zeitungsartikel. Sie kommen in ihrem Fazit zu dem Schluss, dass offen schwule Freizeitsportler in der Lage seien, den Weg für breitere Akzeptanz im Profisport zu bereiten.

Das Vereinsleben im Allgemeinen und der Spielbetrieb der Sportvereine im Besonderen zählten zu den ersten Teilen der Gesellschaft, die nach 1933 vom NS-Regime gleichgeschaltet wurden. An drei großem Hamburger Hockeyclubs zeigen Valentina Münchow und Lotte Weinhardt die Spielräume, die den Vereinen blieben. Bei ihren Recherchen kamen die Schülerinnen zu dem Schluss, dass zumindest im Hockey bis zu den Olympischen Spielen 1936 ein geringes Maß an Freiheiten bestand: Während nicht-arische Sportlerinnen und Sportler von der Teilnahme an Ligen und Turnieren kategorisch ausgeschlossen waren, konnten sie in Vereinen mit eigenen Plätzen theoretisch weiterhin trainieren. Auch bei der Durchsetzung des Führerprinzips und der Aufnahme von NS-Funktionären in die Vorstände war es nicht immer äußerer Zwang, sondern oft Kalkül der Vereine und Clubs, wie nahtlos sie sich in das NS-System einfügten.

Das Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster führt seine Ursprünge auf die älteste Mädchenschule der Stadt zurück. Erst 1976 wurden die ersten gemischtgeschlechtlichen Klassen an der Schule eröffnet. Magdalena Ohlberger beschreibt den Kulturwandel, den dies für die Schule bedeutete, anhand des Sportunterrichts. Um die Entwicklung historisch einzuordnen, analysiert die Autorin die Schulgeschichte und die Geschichte des Sportunterrichts von den Nachkriegsjahren bis 1990, als die ersten gemischten Jahrgänge bereits das Abitur hatten. Sie interviewte Lehrkräfte und Absolventinnen und Absolventen der Schule aus verschiedenen Jahrgängen, griff auf alte Schülerzeitungen zurück und konnte private und offizielle Akten zu den Veränderungen der Unterrichtsplanung vergleichen. Dabei kommt sie zu dem Fazit, dass der gemischte Unterricht nicht automatisch zu mehr Gleichberechtigung führte, sondern gerade im Sport »die traditionellen Rollenverständnisse und Geschlechterklischees überwogen«.

Durch den Mauerbau 1961 wurden sowohl Mitglieder als auch Anhänger aus Ostberlin vom Westberliner Verein ›Tennis Borussia‹ abgeschnitten. In ihrer schriftlichen Arbeit untersuchen Béla Erchinger und Julian Petrat den Prozess der Teilung Deutschlands anhand der Beziehungen damaliger Vereinsmitglieder aus Ost und West. In vereinseigenen Archivalien erkundeten die Schüler, inwiefern trotz der Teilung Kontakte aus der DDR zum Verein weiterbestanden. In ihrem schriftlichen Beitrag geben die Zwölftklässler einen Überblick über die Politik und Sportpolitik Berlins von 1945 bis heute. Sie fanden heraus, dass Anhänger aus Ost-Berlin dem Verein bis zur Wiedervereinigung treu geblieben sind, während sich West-Berliner Mitglieder mit der Zeit an die Teilung gewöhnten. Aus ihren Erkenntnissen ziehen die Autoren Rückschlüsse für die gesamtgesellschaftliche Situation.

Dass öffentliche Sportanlagen als regionalhistorische Zeugnisse gesellschaftlicher Spannungsverhältnisse gelesen werden können, zeigen fünf Schülerinnen und Schüler in einem Podcast über das Schwimmbad in der sächsischen Kleinstadt Kamenz. Es wurde in der Zeit des Deutschen Kaiserreichs gebaut. Die Gruppe beschäftigte sich mit den Wechselwirkungen zwischen dem politisch-ideologischem Selbstverständnis des Kaiserreichs und den bürgerlich-freiheitlichen Intentionen der Stadtbadinitiatoren. Letztere, so stellen die Forschenden fest, konnten sich mit dem Schwimmbadbau gegen bestehende gesellschaftliche Normen des Kaiserreiches durchsetzen. So setzte sich der Wasserklub Kamenz schon ab 1908 für den gleichberechtigten Zugang von Frauen 3 zum öffentlichen Schwimmsport ein. Durch die Mischung von dokumentarisch-erklärenden Teilen mit hörspielähnlichen Dialogpassagen richtet sich der Podcast speziell an junge Menschen.

Zwischen 1996 und 1998 wurde zwischen dem Rabanus-Maurus-Gymnasium und der Schillerschule, einer Hauptschule, ein Sportprojekt realisiert. Eine gemeinsame Fußball-AG sollte die Schülerinnen und Schüler der ›verfeindeten‹ Schulen einander näherbringen und einen toleranten und respektvollen Umgang miteinander fördern. Sarah Kaul, Schülerin des Rabanus-Maurus-Gymnasiums, fragt nach der Wirksamkeit von Sport gegen Vorurteile am Beispiel jenes Sportprojekts. Für ihre Recherche nutzte sie das Internet, das Schularchiv und die Schulbibliothek. Zudem stützt sie ihren schriftlichen Beitrag auf Befragungen ehemaliger Projektteilnehmenden, Lehrerinnen und Lehrer und des damaligen Projektleiters Werner Ostendorf. Die Siebtklässlerin stellt 3 fest, »dass Teamsport tatsächlich das Potenzial hat, selbst festgefahrene Vorurteile aufzubrechen«. Alle Befragten berichteten, dass das Projekt Toleranz gefördert und sie nachhaltig geprägt hat. Die Schülerin reichte außerdem drei Plakate mit kurzen Slogans zum ›Fair Play‹ ein.

Die Olympischen Spiele 1972 in München in der BRD sollten als ›Fest des Friedens‹ in die Geschichte eingehen. Jedoch wurden sie von einem Terroranschlag auf das israelische Team überschattet. In ihrer Arbeit beleuchten Jette Mokrus, Antonia Schmädicke und Lily Merja Stieper, wie sich der Terroranschlag in München auf die Olympischen Segelwettbewerbe in Kiel-Schilksee auswirkte. Neben der Recherche im Internet und im Stadtarchiv Kiel interviewten die Schülerinnen Dr. Jürgen Falkenhagen, der zu der Zeit in Kiel lebte und Jerk Hansen, den stellvertretenden Organisationsleiter der Olympischen Segelspiele in Kiel. In einem Dokumentarfilm vermitteln die Teilnehmerinnen einen Überblick über die Ereignisse in München und Kiel. Abschließend zeigen die Achtklässlerinnen sowohl langfristige Folgen des Anschlags, wie verbesserte Sicherheitskonzepte bei Veranstaltungen, auf, aber auch wie Kiel-Schilksee von der Vergabe der Olympischen Spiele profitierte.

Auf der Suche nach einem Wettbewerbsthema ließ sich Felix Könnecke von der Geschichte seines lokalen Sportvereins VfW Oberalster inspirieren. Wie kommt es eigentlich, dass ein ›Verein für Wassersport‹ auch andere Sportarten anbietet? Und das mit offensichtlichem Erfolg – 1936 wurden drei Vereinsmitglieder mit der deutschen Feldhandballmannschaft Olympiasieger. Der Achtklässler beschloss, die ersten zwei Jahrzehnte der Vereinsgeschichte zu recherchieren und drehte einen Film über die Verflechtungen von Sport und Gesellschaft in drei ver-schiedenen politischen Systemen. An seinem Beispiel konnte er so unterschiedliche Entwicklungen wie die ideologische Spaltung von Turn- und Sportvereinen, den Boom des Vereinssports in der Weimarer Republik sowie die Vereinnahmung des Sports für die Propaganda des NS-Regimes untersuchen. Für den letzten Aspekt baute er historisches Filmmaterial zur Olympiade aus dem Bundesarchiv in seinen Beitrag ein.

Tanzten die Menschen in der BRD und in der DDR unterschiedlich Rock'n'Roll? Nein, meint Ludwig Großmann – denn die Motive für den Tanz sind seit jeher dieselben: Es geht um das Aufbrechen bürgerlicher Zwänge, um den Spaß an der gemeinsamen Bewegung und um die Freude an der Musik. Der Zehntklässler tanzt selbst Rock'n'Roll und nahm als Ausgangspunkt seiner Nachforschungen die Geschichte seines Vereins in den Blick. Ausgehend davon untersuchte er die Entstehung des Tanzstils in den Vereinigten Staaten, der BDR und der DDR. Insbesondere in Letzterer löste das Rock'n'Roll-Tanzen neben dem Generationenkonflikt auch politischen Gegenwind aus: Der aus dem feindlichen kapitalistischen Amerika importierte Musik- und Tanzstil wurde durch seine Popularität als Gefährdung für die Ideologie der sozialistischen Regierung eingestuft. Der Mauerfall bedeutete für die Rock'n'Roll-Begeisterten in der DDR also nicht allein ein politischer Wechsel, sondern auch endlich freien Zugang zu Musik, Turnieren, Trainingslagern und dem Erlernen neuer Techniken und Figuren.

Nach einer dreijährigen Bauphase wurde 1936 die Ordensburg Vogelsang durch Adolf Hitler persönlich eingeweiht. Das Gelände galt der sportlichen und ideologischen Schulung künftiger Eliten des NS-Regimes, dem sogenannten ›Führernachwuchs‹. Die Schülerinnen und Schüler fragen in ihrem multimedialen Beitrag nach der Funktion des Sports in der nationalsozialistischen Erziehung und der Rolle, die die Ordensburg im Leben der Kadetten spielte. Die eigens gestaltete Internetseite ist nach der Burg selbst, der Gesellschaft und der NS-Ideologie gegliedert, außerdem präsentiert die Gruppe ihr Fazit und ihre Quellen. Dafür sammelten und erstellten die Schüler und Schülerinnen zahlreiche Videos, Bilder, Texte, Zeitleisten und einen 360º-Rundgang in dem heutigen Nationalpark. Trotz der schwierigen Bedingungen aufgrund der COVID-19-Pandemie präsentieren die Neuntklässler und Neuntklässlerinnen Bilder aus Archivbeständen der Stadt Schleiden.

Vor dem Hintergrund der Geschichte der Deutschen in Russland, beleuchtet Mark Edel die Integration der Russlanddeutschen während der großen Migrationswellen der 1980er und 1990er Jahre. Der Schüler, dessen Großeltern als Russlanddeutsche in die BRD migriert sind, untersuchte exemplarisch anhand eines Künzelsauer Stadtteils den Integrationsprozess. Dabei erforschte der Teilnehmer, welchen Beitrag der Vereinssport leistete. Die Informationen über den Stadtteil recherchierte der Autor durch Zeitzeugeninterviews mit dem ehemaligen Bürgermeister der Stadt sowie einer Sozialarbeiterin und mit seinen Großeltern. Außerdem sprach er mit Jurji Samek, einem russlanddeutschen Sportler, der über seine Arbeit in einem Boxverein viele Kinder bei der Integration unterstützte. Resümierend beschreibt der Verfasser Sport als ein Bindeglied, das in Zusammenarbeit mit weiteren gesellschaftlichen Bereichen unterschiedliche Kulturen vereinen kann.

Ausgehend von der Begeisterung seines verstorbenen Onkels für den Taubensport erforschte Francis Thülig die Geschichte und Entwicklung dieser 150 Jahre alten Sportart in seiner Heimatstadt Ahlen. Sein schriftlicher Beitrag stützt sich auf den Besuch einer Ausstellung zum Verhältnis von Menschen und Tieren in der Zeche Hannover in Bochum, Internetquellen und Fachliteratur. Zudem interviewte der Achtklässler seine Tante und mehrere Experten. Die Biologie des Vogels, die Geschichte des Brieftaubenwesens, die Entwicklung hin zum Sport und die Taubensportkultur inklusive des Vereinswesens im Ruhrgebiet und in Ahlen werden dargestellt. Neben diesen Aspekten wird die Frage behandelt, ob der Taubensport als Tierquälerei einzuschätzen ist. Tierschützer kritisieren, dass bei den langen Wettbewerbsstrecken immer wieder Tiere sterben, die Treue der Tiere ausgenutzt wird und bei ausbleibender Leistung die Tiere teils ohne Betäubung umgebracht werden.

Die deutsche Turnbewegung war in ihren Anfängen zu Beginn des 19. Jahrhunderts politisch motiviert. Friedrich Ludwig Jahn gestaltete ein ganzheitliches System von sozialer Entwicklung, politischer Bildung und körperlicher Betätigung. Moritz Schäfer untersuchte für seinen schriftlichen Beitrag die Geschichte des Turnens in Mainz und Rheinhessen von seinen Anfängen bis zu einer Aufstandsbeteiligung von Turnern im Jahr 1849. Der Neuntklässler stützt seine Arbeit auf Fachliteratur und verschiedene Quellen aus dem Stadtarchiv Mainz. Seine Untersuchung zeigt, dass sich die Turnbewegung in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer demokratischen Massenbewegung entwickelte und als treibende Kraft der Revolution 1848/49 gesehen werden kann. Der organisierte Charakter der Bewegung, etwa in Form von Turnfesten, unterstützte die politischen Bestrebungen. Heute wird in Turnvereinen keine Politik mehr bestrieben, stellt der Schüler fest, jedoch werden demokratische Grundsätze weiterhin gelebt.

Anhand des ersten Gauturnfestes des Reichsbundes für Leibesübungen in Gießen 1935 geht Clara Hammermann der Bedeutung der Entwicklung der Turnbewegung im 19. Jahrhundert für die nationalsozialistische Ideologie nach. Die Zwölfklässlerin fragt, inwiefern Sportveranstaltungen wie diese zur Verbreitung politischer Weltanschauungen genutzt wurden. Dazu rekonstruierte sie den genauen Ablauf und die Organisation des Festes unter besonderer Berücksichtigung der Bedeutung der Wehrmacht und der Betonung der ›Wehrhaftigkeit‹ von Sportlerinnen und Sportlern. Ihre Ausführungen machen deutlich, wie die Nationalsozialisten an den Nationalismus und den Militarismus der Turnbewegung, vor allem an den Jahn-Kult, anknüpften. Die Schülerin beschreibt die politische Agitation der Nationalsozialisten beim Gauturnfest anhand von Archivgut aus dem Gießener Stadtarchiv, Fachliteratur und historischen Zeitungsberichten.

Das Johanneum ist mit über 615 Jahren Lüneburgs ältestes Gymnasium. Sich mit dessen Geschichte zu beschäftigen, lag für Felicia Voß nahe. Da sie in ihrer Freizeit tanzt, interessierte sich die Schülerin zudem für die Geschichte der Turnbewegung und beschloss, beides miteinander zu verknüpfen und zur Etablierung des Schulturnens am Johanneum im 19. Jahrhundert zu forschen – vor dem Hintergrund der politischen Bedeutung der Turnerbewegung. Die Zwölftklässlerin recherchierte im schuleigenen Archiv und wertete unter anderem die Jahresprogramme des Johanneums von 1833 bis 1915 aus. Dazu recherchierte sie in Bibliotheken und Archiven. In ihrem schriftlichen Beitrag zeichnet sie die einzelnen Etappen und unterschiedlichen Phasen der Turnerbewegung von Friedrich Ludwig Jahns ersten Ideen bis zum Ersten Weltkrieg nach. Diese verknüpft sie immer wieder mit den Entwicklungen am Johanneum und weist Parallelitäten nach und arbeitet unter anderem heraus, dass die Integration des Turnens in die Schule mit seiner Entpolitisierung einherging.

Im Rahmen des Geschichtswettbewerbs begaben sich neun Schülerinnen und Schüler auf die Spurensuche des ehemaligen Hochspringers Hermann Magerl, der ebenso wie sie selbst aus Obertraubling stammt. Die Teilnehmenden recherchierten in Archiven und befragten mehrere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen – unter diesen auch den Sportler selbst. Diese las-sen die Verfasserinnen und Verfasser in einem Radiobeitrag zu Wort kommen, in dem sie das Leben sowie den sportlichen Werdegang des Hochspringers beleuchten. Nach einer Einführung in den historischen Hintergrund der Olympischen Spiele, steht Hermann Magerls Teilnahme an den Olympischen Spielen 1972 in München in der BRD im Fokus der Ausfüh-rungen. Während der Sportler dort den vierten Platz belegte, erreichte er kurze Zeit später bei einem Sportfest in Cham die Weltjahresbestmarke. Die Autorinnen und Autoren stellen sich die Frage, was wohl gewesen wäre, wenn der Hochspringer diese schon vorher bei Olympia aufgestellt und somit die Spiele gewonnen hätte.

»Was hat dazu beigetragen, dass Bietigheim-Bissingen und Ludwigsburg in den letzten 40 Jahren so erfolgreich im Sport geworden sind?« Zur Beantwortung beschlossen zehn Schülerinnen und Schüler der neunten Klasse, die Sportgeschichte ihrer Region durch einzelne Geschichten in einem Podcast zu erzählen. Damit wollten sie auch alle anderen Schülerinnen und Schüler ihrer Schule erreichen, die sich im Home-Schooling befanden. Für den Podcast interviewten die Teilnehmenden frühere und aktuelle Sportpersönlichkeiten der Region und bereiteten die Interviews in Episoden für die Hörenden auf. In einem zusätzlichen Magazin, den ›Shownotes‹ stellten die Autorinnen und Autoren zusätzliches Material in Form von Fotos, Erläuterungen, Zeitungsausschnitten und Bewertungen zusammen. Die Verfasserinnen und Verfasser identifizieren abschließend, dass vor allem »Menschen mit Herz und Ideen«, also engagierte Bürgerinnen und Bürger zur Entwicklung von Bietigheim-Bissingen hin zu einer Sportstadt beitrugen.

Sportler in der DDR wurden als ›Diplomaten in Trainingsanzügen‹ inszeniert - so auch ostdeutsche Schwimmerinnen und Schwimmer. Auf Basis eines Zeitzeugengesprächs mit dem ehemaligen Profischwimmer Sigurd Hanke beleuchten die vier Teilnehmenden sowohl Trainingsmethoden als auch die Rolle von Doping bei der Erreichung der Leistungsziele. Sie beschreiben weiterhin die Rolle von Tätern und Opfern dieser Doping-Praktiken des SED-Regimes. Die Schülerinnen und Schüler diskutieren die Motivation für den Leistungssport an sich und speziell die Motivation zur Einnahme von Dopingmitteln. Übereinstimmend stellen sie fest, dass Ereignisse - ob nun historische oder private - für eine Meinungsbildung hinterfragt werden sollten und dass es oft verschiedene Sichtweisen und Eindrücke gibt. Ihre Ergebnisse basieren auf diversen Quellen aus Archiven und Berichten und werden in einem Podcast präsentiert.

Die sächsische Kreisstadt Grimma liegt seit jeher unter dem Einfluss der Mulde, des schnellsten Fließgewässers in Europa. Klar, dass Wassersport hier großgeschrieben wird! Ferdinand Heidecker und Carl Berger haben sich mit der Bedeutung und dem Ursprung des Ruderns an ihrer traditionsreichen Schule, dem Gymnasium St. Augustin zu Grimma, beschäftigt. Als Quellen verwendeten die Zehntklässler historische Ausgaben der schuleigenen Zeitung ›Augustinerblätter‹, Schuljahresberichte und Fachliteratur. Sie stellen fest: In der Geschichte des Ruderns am St. Augustin wurde der Sport abhängig von den herrschenden gesellschaftlichen Normen immer wieder mit neuen Bedeutungen besetzt. Was im Kaiserreich noch der militärischen Früherziehung diente, wurde im Nationalsozialismus als unnützer Zeitvertreib deklariert. Eines können die beiden Schüler aber als Konstante in ihren Recherchen quer durch die Epochen entdecken: Den Teamgeist und die Freude an der Bewegung auf dem Wasser.

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