Competition: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Migration aus Oberschlesischen Dörfern zwischen 1950 und 2000
Klasse 10; II. Lyzeum Opole, Gymnasium
Opole, Ausland, POLEN
#2003-1424
Die Verf. untersuchen am Beispiel ihrer Dörfer aus der Umgebung von Opole in Schlesien die Wanderungs- und Pendelbewegungen seit 1950. Fast alle Schüler und Schülerinnen sind direkt oder indirekt selbst davon betroffen, denn ihre Verwandten sind oft auf Dauer nach Deutschland emigriert, oder ihre Väter pendeln. Der Beitrag basiert vor allem auf Zeitzeugengesprächen und einer hartnäckigen und schwierigen Recherche bei verschiedenen Behörden. Nach einigen grundlegenden Informationen zu polnischen Aussiedlern in der Bundesrepublik untersuchen die Verf. im ersten Teil die Situation in ihren jeweiligen Heimatorten und -dörfern. Dabei arbeiten sie heraus, dass die Auswandererbewegung seit den 1970er und 1980er Jahren stark angewachsen ist, politisch erleichtert durch die Entspannungspolitik Brandts. Bei den Auswanderern hat es sich vor allem um deutschstämmige Polen gehandelt, die ökonomisch motiviert waren oder sich Deutschland zugehörig fühlten. Seit den 1990er Jahren kamen viele der Auswanderer wieder zurück. Im zweiten Teil dokumentieren die Verf. Interviews mit Auswanderern, Pendlern und ihren Familienangehörigen, die eine Vielfalt von Erfahrungen und Wahrnehmungen des Weggehens und Ankommens veranschaulichen. Den letzten Teil des Beitrags bilden Gesprächsnotizen aus der Schülergruppe selbst, die sich auf die eigenen Zukunftspläne und die Bindung an die Heimat beziehen. Fast alle Schülerinnen und Schüler setzen sich dabei selbst mit der Möglichkeit auseinander, nach der Schulzeit nach Deutschland zu gehen, um dort zu studieren oder zu arbeiten.
Literaturverzeichnis
48 S., ms., ill. mit Fotos und Karten, Anlage: Broschüre zu Opole
Quellen
Zeitzeugeninterviews, Experteninformationen, Ortsbesichtigung, Bestände von Behörden und aus privatem Besitz, Sekundärliteratur