Competition: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Geschichte der nordböhmischen Glasveredeler in Rheinbach
Klasse 07; Vinzenz-Pallotti-Kolleg Priv. Gymnasium
53359 Rheinbach, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2003-0352
Der Verf. schildert die Ansiedlung einer Gruppe von Sudetendeutschen, die alle Glasveredeler waren, in Rheinbach im Rheinland. Er untersucht die Hintergründe der Einwanderung 1947 sowie den Integrationsprozess. Nach einer kurzen allgemeinen Darstellung der Vertreibung der Sudetendeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg beschreibt der Verf. zunächst die Vertreibung der Einwohner Steinschöngaus in Nordböhmen, dem Herkunftsort der Glasveredeler. Er schildert anschließend die Neuansiedlung in Rheinbach, die planmäßig geschah, weil in Rheinbach ein neuer Industriezweig aufgebaut werden sollte. Auf der Basis von Zeitzeugenaussagen und zeitgenössischen Zeitungsartikeln bearbeitet der Verf. intensiv und anschaulich das Ankommen der Glasveredeler und das Einleben in der neuen Umgebung. Er schildert die Arbeits- und Wohnungssituation und beschreibt, wie die Einheimischen auf die Steinschöngauer reagierten, welche Probleme es innerhalb des Zusammenlebens gab und wie sich das Verhältnis von Einheimischen und Vertriebenen bis hin zur gelungenen Integration entwickelte. Der Verf. stellt abschließend die Frage nach dem heute noch sichtbaren Einfluss der nordböhmischen Zuwanderer in Rheinbach sowie nach dem gegenwärtigen Verhältnis der Vertriebenen und dem ihrer Nachfahren zur alten Heimat.
Literaturverzeichnis
32 S., ms., ill. mit Fotos und einer Karte, Anhang: Zeittafel, Dokumentenkopien, Zeitungsartikel
Quellen
Zeitzeugeninterviews, Experteninformationen, Bestände des Stadtarchivs Rheinbach, Bestände aus privatem Besitz, Zeitungsartikel, Sekundärliteratur, Internet