Competition: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Die Integration der Flüchtlinge in Bayern nach dem Zweiten Weltkrieg am Beispiel Bubenreuth
Klasse 13; Ohm-Gymnasium
91052 Erlangen, Bayern, Deutschland
#2003-0325
Die Verf. untersucht die Entwicklung ihrer Heimatgemeinde Bubenreuth, 1945 ein Bauerndorf mit 400 Einwohnern, nach der Aufnahme von 1600 vertriebenen Musikinstrumentenbauern aus Schönbach (spätere Tschechoslowakei). Sie stellt die Frage, wie die Integration einer so großen Gruppe gelingen konnte, und geht dabei auf die Voraussetzungen, den Verlauf und die Ergebnisse der Integrationsbestrebungen ein. Die Verf. beschreibt zunächst die Vertreibung aus dem Osten, speziell aus der Tschechoslowakei, sowie die Ankunft von Flüchtlingen und Vertriebenen in Bayern. Sie geht dann auf die Voraussetzungen für die Ansiedlung der 1600 Schönbacher in der Gemeinde Bubenreuth ein und setzt sich umfassend mit dem Verlauf der Integration auseinander. Sie stellt dabei heraus, dass der Bau einer geschlossenen Siedlung die Basis für die Integration der Schönbacher Musikinstrumentenbauern in Bubenreuth war, da hierdurch wichtige Grundbedürfnisse (Wohnung, Arbeit) befriedigt und potentielle Konflikte zwischen Alt- und Neubürgern beseitigt werden konnten. Die Verf. beschreibt schließlich den durch die Ansiedlung erfolgten Strukturwandel in Bubenreuth sowie weitere Faktoren, die zur erfolgreichen Integration der Vertriebenen in der neuen Heimat beitrugen.
Literaturverzeichnis
62 S., ms., ill. mit einer Karte und einer Grafik, Anhang: Dokumentenkopien, Grafiken, Karten, Fotos, Interviewtranskripte
Quellen
Zeitzeugeninterviews, Ortsbesichtigung, Sekundärliteratur, Internet