Competition: Weggehen – Ankommen. Migration in der Geschichte Arbeitsmigration anlässlich des Baus des Nord-Ostsee-Kanals
Klasse 12; Jungmannschule, Gymnasium
24340 Eckernförde, Schleswig-Holstein, Deutschland
#2003-0558
Der Verf. untersucht die Zuwanderung von mehreren tausend, meist ausländischen, Arbeitern im Zuge des Baus des Nord-Ostsee-Kanals 1887 bis 1895. An den Bauarbeiten waren bis zu 8900 Arbeiter beteiligt. Der Verf. grenzt die Untersuchung ein, indem er sich auf die Migrationbewegungen in einer Region, dem Streckenabschnitt zwischen Kiel und Rendsburg, konzentriert. Der Beitrag beschäftigt sich in drei Teilen mit der Herkunft und dem Zuzug der Arbeiter, deren Arbeiten und Leben sowie mit dem Zusammenleben der Fremdarbeiter mit der einheimischen Bevölkerung. Der Verf. beschreibt zunächst ausführlich die bei einem Kanalbau anfallenden Arbeiten und die Gründe für die Anwerbung von Arbeitern aus anderen Provinzen bzw. Ländern sowie die Motivation der Arbeiter, für die Arbeit am Kanalbau ihre Heimat zu verlassen. Er schildert dann die Bedingungen, unter denen die Männer arbeiteten, und auch die Unterkünfte, die Versorgung und die Absicherung im Krankheitsfall. Der Verf. untersucht abschließend die Integration der Arbeiter an ihrem Arbeitsort bzw. die Verbindungen zu den Anwohnern, die durchaus von Spannungen geprägt waren, und den Verbleib der ausländischen Arbeiter nach Ende des Kanalbaus. Die Grundlage des Beitrags bildet eine gründliche Archivrecherche sowie eine intensive Auswertung der zeitgenössischen lokalen Presse.
Literaturverzeichnis
55 S., ms., ill. mit Fotos, Karten, Tabellen, Grafiken, Dokumentenkopien,
Quellen
Bestände des Landesarchivs Schleswig, des Kirchenkreisarchivs Eckernförde und des Archivs der Firma Behn, Zeitungsartikel, Sekundärliteratur