Competition: So geht’s nicht weiter. Krise, Umbruch, Aufbruch Neuanfang 1945? Das Verfahren gegen ›belastete‹ Pfarrer der Deutschen Christen am Beispiel des Münsteraner Pfarrers auf der Geist Walter Fiebig
11. Klasse, Wilhelm-Hittorf-Gymnasium, Gymnasium
48151 Münster, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
#2019-1871
In seinem Beitrag beschäftigt sich Tarek Lichtenfeld mit dem Verfahren gegenüber Pfarrern nach Ende des Zweiten Weltkriegs, die der am Führerprinzip orientierten Glaubensbewegung Deutsche Christen angehört hatten. Was erwartete sie, als Deutschland nicht mehr von dem NS-Regime beherrscht wurde und die Entnazifizierung ein großes Ziel der Alliierten war? Diese Frage beantwortet er am Beispiel von Walter Fiebig, einem ehemaligen Münsteraner Pfarrer und Leiter der Deutschen Christen in Westfalen. Hierfür beleuchtet der Elftklässler zunächst die Frontstellung zwischen Deutschen Christen und Bekennender Kirche und stellt dann Fiebigs Verständnis vom Christentum heraus. Am ›Fall Fiebig‹ macht der Schüler deutlich, dass die Verfahren nicht grundsätzlich den Ausschluss der Geistlichen zur Folge hatten, sondern aufgrund amtlicher Fähigkeiten wie Pflichtbewusstsein und Gewissenhaftigkeit auch Kompromisse bedeuten konnten: Fiebig etwa verließ Münster und übernahm eine Pfarrstelle im Rheinland.
Literaturverzeichnis
Bibliographische Angaben